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Kleines Licht sitzt auf dem Thron

Fantasievolle Unikate aus der Wächtersbacher Steingutfabrik

15 Mai 2019 / 19:31 Uhr
Brachttal-Schlierbach (re). Volker Kirchner forscht zur Geschichte der Wächtersbacher Steingutfabrik, die von 1834 bis 2011 in Schlierbach industriell Steingut produzierte. Der umfangreiche Archivbestand des Unternehmens befindet sich mittlerweile im Besitz des Main-Kinzig-Kreises und wird verwaltet und betreut vom Zentrum für Regionalgeschichte. Er gilt als Schatz der Industrie- und Kunstgeschichte. Er hat einige bemerkenswerte Unikate zu Tage gefördert

Kirchners Augenmerk gilt seit Jahren dem umfangreichen Bestand an Fotoglasplatten der Fabrik. Diese Fotonegative entstanden zwischen 1898 und den späten 1930er Jahren. Volker Kirchner stößt in den Beständen immer wieder auf Überraschendes. Nicht selten zeigen die Negative Entwürfe für Produkte, die wohl im Modellstadium verblieben, also keine Produktreife erlangten. Einen dieser Entwürfe zeigt die Abbildung. Dass dieser etwas andere Kerzenhalter für den Verkauf produziert wurde, ist nicht anzunehmen. In keinem der von Kirchner eingesehenen Warenkatalogen ist er angeboten. Auch eine Entwurfszeichnung liegt nicht vor. Daher kann der Urheber des Entwurfes zumindest bisher nicht benannt werden.

Der Künstler schuf eine Kombination aus dem in der vorelektrischen Zeit üblichen Handleuchter, der eine Kerze trug und dem im Haus gehenden Licht schaffte sowie dem Standleuchter, der von der Steingutfabrik in zahlreichen dekorativen Säulenvarianten produziert wurde.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 16. Mai.

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