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Neubau besser als Sanierung

Gemeindevertretung Brachttal diskutiert über Hochbehälter und Finanzen

07 Sep 2021 / 19:53 Uhr
Brachttal (erd). In der Gemeinde Brachttal muss viel Investitionsstau aufgearbeitet werden. Dieser betrifft unter anderem die Hochbehälter zur Trinkwasserversorgung, aber auch die Brücken in der Gemeinde. Vorgestellt wurden auch die Jahresabschlüsse 2019 und 2020.

Schon länger Thema ist die Instandsetzung des Hochbehälters Streitberg. Dazu hatte Bürgermeister Wolfram den Ingenieur Armin Uhrig von Ingenieurbüro Müller aus der eepi-Gruppe eingeladen, der den aktuellen Sachstand vorstellte, aber auch eine Empfehlung für das weitere Vorgehen abgab.

Uhrig sagte auch in der Gemeindevertretung, was er bei Bürgermeister und Gemeindevorstand gesagt hatte: Er wolle diesen Hochbehälter nicht sanieren. Und das hat gute Gründe, die Uhrig detailliert ausführte. Der Hochbehälter sei offensichtlich undicht. Das zeige sich bereits an den hell verfärbten Fugen der Fassade. Weiter habe das Betongutachten aus dem Jahr 2018 aufgezeigt, dass der Zustand des Betons in einen so schlechten Zustand sei, dass dieser an keiner Stelle mehr saniert werden könne. Das ist das entscheidende Problem, aber bei weitem nicht das einzige, denn auch der verbaute Stahl ist angegriffen und darüber hinaus das Bauwerk mit PCB belastet. Das stelle derzeit noch kein akutes Problem dar, wohl aber wenn im Bauwerk Arbeiten ausgeführt. Solange man die Kacheln nicht anpacke, trete kein PCB aus. Deshalb dürfe der Hochbehälter noch betrieben werden, so Uhrig. Ebenso sei die Rohrleitung „abgängig“.

Weil der Hochbehälter von seinen Fassungsvermögen ausreichend dimensioniert sei, nahm Uhrig auch eine Sanierung in den rahmen der Lösungsmöglichkeiten auf, betonte aber zugleich, dass diese aus seiner Sicht sinnfrei sei. Es entstünden etwa die gleichen Kosten – vorausgesetzt der Beton ist noch zu sanieren – , wie bei einem Neubau, aber die Haltbarkeit belaufe sich auf 20 bis maximal 25 Jahre, während ein neues Bauwerk für 50 Jahre ausgelegt sei. Da der Hochbehälter aus dem Jahr 1958 stammt, darf er seine Altersgrenze erreicht haben.

Mehr dazu lese Sie in der GNZ vom 8. September.

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