SUCHE

Praktikabel oder schön?

Ortsbeirat Neuenschmidten kann Kritik am neuen Brunnen nicht ganz nachvollziehen

18. Januar 2022 / 19:16 Uhr
Brachttal-Neuenschmidten (dl). Ortsbeirätin Sabine Thomas musste schon Kritik wegen des neu gestalteten Brunnens vor der Alten Schule einstecken, obwohl der instand gesetzte Zierbrunnen noch gar nicht fertiggestellt ist. Und auch die Einfassung und die Bepflanzung drum herum stehen noch aus. Ortsvorsteher Bernd Henkel drückte seine Verwunderung über die teilweise harsche Kritik an der Ausführung des künstlichen Quells aus, war doch die Renovierung und Neugestaltung des Brunnens mehrfach Thema der Ortsbeiratssitzungen, an denen trotz öffentlicher Einladungen keiner der jetzigen Kritiker teilgenommen hatte.

Bürgermeister Wolfram Zimmer war bei der Funktionsprüfung des Brunnens dabei und empfand die neue Anlage sowohl optisch als auch wegen der sanft plätschernden Geräuschkulisse als sehr angenehm. Er ist aber überzeugt, dass sich der ausführende Betrieb „Georg Garten- und Landschaftsbau“ etwaigen Änderungswünschen nicht verschließen werde. Ortsbeiratsmitglied Enrico Detzer kommentierte, dass hier eine praktikable Lösung gefunden worden sei. Die optische Wirkung sei in jedem Fall Geschmackssache. Ortsvorsteher Henkel schlug vor, dass sich die Ortsbeiräte beim nächsten Arbeitseinsatz von Tobias Georg am Brunnen treffen sollen, um sich vor Ort einen Gesamteindruck vor der Fertigstellung zu machen und eventuell noch eigene Ideen einzubringen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung informierte Henkel über die für Neuenschmidten relevanten Maßnahmen, die in den Haushalt 2022 der Gemeinde Brachttal eingestellt werden. Vorrangig ist auch hier wie in Schlierbach der Hochwasserschutz bei künftig zu erwartenden Starkregenereignissen. Ein vom Gemeindevorstand beauftragtes Büro hat inzwischen ein Leistungsverzeichnis für ein Starkregenkonzept entwickelt. Da Brachttal als Klimakommune anerkannt ist, hofft Bürgermeister Wolfram Zimmer, dass die beantragte Förderung der zu erwartenden Kosten von rund 80 000 Euro zu 100 Prozent übernommen werde. Die zeitgleich stattgefundene Ortsbegehung wird auch für die Sicherung der Mehrzweckhalle neue Erkenntnisse bringen. Für eine bessere Ableitung des oberhalb der Orte Schlierbach und Neuenschmidten bei Starkregen anfallende Oberflächenwassers in den Spielberger Graben sind jedoch tiefgreifendere Maßnahmen notwendig. Bei ersten Gesprächen hat der dortige Eigentümer, die Firma Constantia, die Bereitschaft erklärt, entsprechende Sicherungsmaßnahmen zu unterstützen.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 18. Januar.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Schlagwörter: