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Rücklage rettet Brachttals Haushalt

Einnahmeeinbußen in Höhe von 700 000 Euro nicht auszugleichen

15 Dez 2020 / 21:31 Uhr
Brachttal (erd). Die Brachttaler Gemeindevertretung wird sich in den nächsten Wochen mit dem Haushaltsentwurf für das Jahr 2021 befassen, den Bürgermeister Wolfram Zimmer (CDU) im Montag eingebracht hat. In diesem Haushalt entsteht ein Fehlbetrag in Höhe von 209 000 Euro, welcher aus der vorhandenen Rücklage ausgeglichen werden kann.

Zimmer erläuterte, dass die Gemeinde bei Aufwendungen von rund 10,7 Millionen Euro im Ergebnishaushalt unterm Strich einen Fehlbetrag in Höhe von 209 000 Euro ausweist. Dieser sei nicht allein der Corona-Pandemie geschuldet, sondern viel mehr ein finanztechnische Problem des Kommunalen Finanzausgleichs. In diesem werden nämlich die Schlüsselzuweisungen nach der Steuerkraft der Kommune berechnet – und diese lag im entscheidenden Zeitraum, dem zweiten Halbjahr 2019 und dem ersten Halbjahr 2020, aufgrund von Gewerbesteuereinnahmen deutlich höher als gewöhnlich. Laut Zimmer gibt es solche Spitzen alle drei bis vier Jahre. Zunächst gut für die Gemeinde Brachttal, die sich auf diesem Weg ein stattliches Finanzpolster in die Rücklage schaufeln konnte, und gleichzeitig nicht so gut, da aufgrund dessen die Schlüsselzuweisung im nächsten Jahr um rund 550 000 Euro niedriger ausfällt, was in irgendeiner Weise zu kompensieren ist. Glücklicherweise sind die Mittel aus der Rücklage, die auf 820 000 Euro angewachsen war, noch vorhanden.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 16. Dezember.

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