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Trinkwasser hat höchsten Stellenwert

Bei Trassenvariante VII kollidieren Interessen des Wasserverbands Kinzig und der Deutschen Bahn

30 Okt 2020 / 22:10 Uhr

Brachttal/Wächtersbach (erd). Viele Brachttaler und Wächtersbacher fürchten, dass eine „Monsterbrücke“ ihr Tal verschandeln könnte. Dem Wasserverband Kinzig geht es viel mehr um Trinkwasserversorgung und Hochwasserschutz. Die GNZ sprach mit Holger Scheffler, dem Geschäftsführer des Wasserverbands KIinzig, und Dirk Schütz, dem Projektleiter für die Naubaustrecke der Deutschen Bahn Netze AG.

GNZ: Herr Scheffler, wie passen die Pläne der Bahn der Bahn mit den hoheitlichen Aufgaben der Trinkwasserversorgung und des Hochwasserschutzes zusammen?

Scheffler: Die Trassenvariante IV hat den Wasserverband Kinzig (WVK) anfangs mit einem möglichen Brückenbauwerk über den Kinzigstausee tangiert, welches aufgrund Eingriffe in den Untergrund im Stauseebereich nicht zu verantworten gewesen wäre. Dann aber hat die Bahn die Brücke mit einer Tunnellösung umgangen, weil die Risiken für die Daseinvorsorge zu schwerwiegend waren, so dass die Bahn in diesem Bereich eine Alternative suchte und in Form eines Tunnels fand. Daher ist für den WVK die Variante IV ebenfalls die Idealvariante.

Ist die Alternativvariante VII für Sie ebenfalls akzeptabel?

Nein, auf keinen Fall. Die Trassenvariante VII stellt für den Verband keinen gangbaren Weg als Alternative dar und hätte gravierende Folgen für die hoheitlichen Aufgaben des Verbandes. Diese betreffen einerseits die Trinkwasserversorgung des Ballungsraum Rhein-Main-Kinzig mit den Städten Frankfurt, Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis und andererseits den dringend benötigten Hochwasserschutz für die Unterlieger entlang der Kinzig und weiter des Mains.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 30. Oktober.

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