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„Was die Mainzer tun, können wir schon lange“

Karnevalverein Dippegucker steht seit 65 Jahren und öffnet närrisches Zirkuszelt

23 Jan 2020 / 19:20 Uhr
Brachttal-Schlierbach (mth). Die Brachttaler Dippegucker bestehen seit 65 Jahren. Damals wollten einige Männer und Frauen den prunkvollen Karnevalssitzungen in Mainz und Köln nacheifern. Zunächst gründeten sie eine Karnevalsabteilung innerhalb der TSV Schlierbach. In der aktuellen Kampagne öffnen die Dippegucker das närrische Zirkuszelt. Die erste Sitzung findet morgen statt.

Mit zunehmendem Wohlstand kamen nach dem Krieg die ersten Fernsehgeräte in die Stuben und so erfuhr man auch im unteren Vogelsberg, dass in Mainz- und Köln prunkvolle Karnevalssitzungen abgehalten werden. Bei einem Stammtisch des TSV Schlierbach fassten einige Männer im Herbst 1955 den Entschluss, im kommenden Jahr eine eigene Fremdensitzung zu gestalten. Sie dachten sich: „Was die Mainzer können, das können wir auch, das machen wir doch mit links.“ Unter der Leitung von Präsident Kurt Esser fand im Januar 1956 im Saal Morkel die erste Schlierbacher Fremdensitzung der Karnevalsabteilung des TSV statt.

Im Mai 1974 beschlossen die Verantwortlichen der Karnevalsabteilung des TSV Schlierbach einen eigenen Verein zu gründen und sich vom Turn- und Sportverein zu lösen. Seit 1997 werden bei den Dippeguckern nach 1959 bis 1965 erneut Orden aus Keramik an die Aktiven auf der Bühne verliehen.

Zurzeit bestehen die Dippegucker aus dem Männerballett, zwei Frauentanzgruppen, einer gemischten Tanzgruppe, der Playbackgruppe, den Garden Mini, Kinder, Jugend sowie Damen (ab 16 Jahren), Solotänzerinnen, dem Tanzmariechen, dem Protokoller und diversen Büttenrednern.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 24. Januar.

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