SUCHE

Zehnmonatige Bewährungsstrafe

64-Jährige erneut als Betrügerin entlarvt / Heizöfen auf anderen Namen bestellt

16 Mrz 2020 / 17:38 Uhr
    Brachttal (ls). Alter schützt vor Torheit nicht: Weil sie eine Heizungsbaufirma betrogen hat, wurde eine 64-Jährige vor dem Amtsgericht Gelnhausen zu einer zehnmonatigen Haftstrafe verurteilt, die auf fünf Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird.

    Außerdem muss sie eine weitere Schadenswidergutmachung von 1000 Euro zahlen. Damit ging Richter Dr. Wolfgang Ott über die Anträge von Staatanwaltschaft und Verteidigung, die jeweils acht Monate für die Frau aus Brachttal gefordert hatten.

    Das Strafmaß fiel auch so deutlich aus, weil die Angeklagte bei der Justiz einschlägig bekannt ist. Ihre kriminelle „Karriere“, wie es der Vorsitzende nannte, begann schon vor über 30 Jahren. Der erste Eintrag im Register datiert auf das Jahr 1987. Damals wurde sie wegen falscher Verdächtigung zu einer Geldstrafe verurteilt. Es folgten zahlreiche weitere Urteile, meist wegen Betruges und Urkundenfälschung.

    Das nun abgehandelte Delikt datierte auf den 19. Februar 2018. Damals bestellte die Rentnerin telefonisch bei einer Heizungsbaufirma aus Ostdeutschland einen neuen Nachtspeicherofen – mit ihrem korrekten Nachnamen, aber mit dem erfundenen männlichen Vornamen „Adalbert“ und einer Rechnungsadresse in der Schweiz. Anfang März sollte geliefert werden. Dabei stellte der Monteur vor Ort aber fest, dass ein Ofen den relativ großen Raum nicht ausreichend heizen kann. Also wurde der Auftrag auf zwei Geräte geändert. So wurde dann geliefert und montiert.

    Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 17. März.

    Weitere Meldungen aus der Region
    • 1
    • 2
    • 3

    Schlagwörter: