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Sensationsfund in Mosborn

Star aus der Nähe Moskaus reist bis nach Flörsbachtal

28 Dez 2018 / 15:43 Uhr
Flörsbachtal-Mosborn (hs). Es war im Dezember 2017 als Stephan Börnecke in seinem Garten in Mosborn einen Star einfing und mit einem Ring markierte. Jetzt wurde klar, woher dieser Vogel stammte: aus Stupino, südwestlich von Moskau. Anhand des Ringes wurde festgestellt, dass der Vogel in Mosborn überwintert hatte, in einer Entfernung von 2007 Kilometern von seinem Brutplatz. Damit ist dies die weiteste Wiederfunddistanz, die jemals bei einem in Deutschland beringten Star festgestellt wurde. Ein Sensationsfund.

Insgesamt leben etwa 2,8 bis 4,5 Millionen Paare dieser Vogelart in Deutschland, etwa zehn Prozent des europäischen Starenbestandes. Dennoch ist der schillernde Geselle ein typisches Beispiel für den stillen Rückgang der „Allerweltsvögel“. Bis 2015 galt er als ungefährdet, steht jedoch seit 2016 auf der Roten Liste in Kategorie 3 (gefährdet). Heute brüten etwa zwei Millionen Staren-Paare weniger in Deutschland als vor 20 Jahren. In anderen europäischen Ländern sieht es ähnlich aus. 2018 war der Star Vogel des Jahres.

Mehr erfahren Sie in der GNZ vom 29. Dezember.

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