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Von chaotischen Zuständen weit entfernt

Der Schnee lockt viele Menschen auch in den Spessart / Kommunen sind gelassen

04 Jan 2021 / 15:34 Uhr
Flörsbachtal/Jossgrund (dan). Es ist Sonntagnachmittag, die Temperatur schwankt um den Gefrierpunkt, aus den Wolken rieseln kontinuierlich Schneeflocken. Winter im Spessart. Die Menschen zieht es nach draußen, auch und gerade in Corona-Zeiten. Viele Parkplätze sind ordentlich gefüllt. An der Wiesbütt, der Bayrischen Schanz und der Flörsbacher Höhe nutzen vor allem Familien die weiße Pracht für Spaziergänge oder testen, ob die noch dünne Schneedecke schon fürs Rodeln reicht. Häufig tut sie es, zur Begeisterung der Kinder. Doch während an diesem Wochenende in der Rhön und im hohen Vogelsberg teilweise chaotische Zustände herrschen, ist es im Spessart noch verhältnismäßig ruhig.

Ein wenig hat es etwas von Normalität an diesen ersten echten Wintertagen. Viele Menschen zieht es in die Natur, um der Lockdown-Enge in den eigenen vier Wänden zu entfliehen. Die Autos auf den Parkplätzen zeigen, dass auch etliche Menschen aus Großstädten und der Rhein-Main-Region die Ruhe im Spessart schätzen. Frankfurter Kennzeichen finden sich dort reichlich, ebenso Offenbacher oder Fahrzeuge aus dem Taunus. Eigentlich müssten sich die Spessartkommunen über die Tagestouristen freuen, wäre da nicht dieses Virus. Das weiß auch Flörsbachtals Bürgermeister Frank Soer: „Ein bisschen ist das schon paradox. Wir freuen uns, wenn die Menschen zu uns kommen. Wir wollen das ja auch. Aber jetzt dürfen sie es leider nicht uneingeschränkt.“

Mehr in der GNZ vom 5. Januar.

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