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Alles wieder auf Anfang gestellt

Praxisschließung in Neuenhaßlau: SPD wirft Bürgermeister vor, bei der ärztlichen Versorgung konzeptlos zu agieren.

22 Sep 2021 / 19:28 Uhr
Hasselroth-Neuenhaßlau (ml/re). In einer Woche schließt die überörtliche Praxisgemeinschaft Singh/Arora ihren Standort in Neuenhaßlau. Nach der Kündigung der beschäftigten Ärztin war es den Medizinern, die in Neuses und Rodenbach tätig sind, nicht gelungen, einen Nachfolger für die ehemaligen Behandlungsräume von Heinz Hauke zu finden (die GNZ berichtete). In einer Pressemitteilung wirft die SPD Hasselroth angesichts der verschärften Lage Bürgermeister Matthias Pfeifer (SWG) vor, kein nachhaltiges Konzept für die ärztliche Versorgung in der Gemeinde vorgelegt zu haben, während in Nachbarkommunen Medizinische Versorgungszentren entstanden sind. Pfeifer wehrt sich im Gespräch mit der GNZ, in den vergangenen zweieinhalb Jahren geschlafen zu haben. Er mahnt, bei solch einem Thema keine Ängste in der Bevölkerung zu schüren. Sein Ziel sei es, bis Anfang 2022 wieder einen Arzt in der Praxis anzusiedeln. Gespräche hierzu führe er bereits seit geraumer Zeit mit zwei Ärzten aus einer Gemeinschaftspraxis in der näheren Umgebung, die expandieren wollen.

Die Hasselrother Sozialdemokraten sehen wegen der Praxisschließung die medizinzische Versorgung in der Gemeinde weiterhin als gefährdet an, zumal auch die beiden anderen Hausärzte Ernst Weingärtner (Neuenhaßlau) und Irina Geldt (Niedermittlau) in näherer Zukunft auf einen Nachfolger angewiesen seien. „Umso dringender notwendig ist es daher, dass endlich etwas geschieht, das die Hausarztversorgung in Hasselroth sichern kann – die benachbarten Kommunen machen es wieder einmal vor“, kritisiert die SPD.

Mehr in der GNZ vom Donnerstag, 23. September.

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