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Alternativen zum Auto prüfen

Bürgerbefragung zum Thema Mobilität ausgewertet

20 Aug 2019 / 21:29 Uhr
Freigericht (jus). ÖPNV, Bürgerbus und Co. – welche Herausforderungen und Optionen gibt es für die Gestaltung einer nachhaltigen Mobilität im ländlichen Raum? Mit dieser Frage hatten sich die beiden Master-Studenten Lisa Meier-Ebert und Henrik Fröhlich vom Institut für Humangeografie der Goethe-Universität Frankfurt am Beispiel Freigericht beschäftigt. Hierfür werteten sie eine Online-Bürgerbefragung des Energiestammtischs Freigericht aus und entwickelten Vorschläge für den Verkehr der Zukunft. Am Montagabend haben sie ihre Ergebnisse und Handlungsempfehlungen gemeinsam mit Professor Dr. Martin Lanzendorf im Horbacher Siegfried-Blaszczyk-Haus vorgestellt.

Josef Keller, Vorsitzender des Freigerichter Energiestammtischs, begrüßte neben zahlreichen Zuhören auch viele Politiker, die sich über die Forschungsergebnisse der Studenten informieren wollten. Wie Keller betonte, sei das Thema Mobilität zentral für den Klimaschutz. 20 Prozent des individuellen CO2-Fußabdrucks entfalle auf diesen Bereich.

Auch Professor Dr. Martin Lanzendorf hob die Bedeutung des Themas hervor, das jedoch zugleich äußerst umstritten sei. Seit mehr als 25 Jahren beschäftigt er sich mit dem Verkehr der Zukunft. „Wir wissen relativ viel über die Auswirkungen unseres Verhaltens, aber im Alltag der Menschen sind meist ganz andere Dinge relevant.“ Nachhaltigkeit spiele für viele nur eine untergeordnete Rolle. Aus diesem Grund gelte es, bei der Entwicklung von Alternativen zum Auto in kleinen Schritten vorzugehen. „Wir müssen die Menschen da abholen, wo sie heute stehen.“ Genau dies sei in urbanen Gebieten meist einfacher als im ländlichen Raum. „Wichtig ist, dass man Partner findet, die etwas verändern wollen“, sagte der Professor für Mobilitätsforschung und lobte in diesem Zusammenhang das Engagement des Freigerichter Energiestammtischs.

Mehr: GNZ vom 21. August.

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