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Aufbruchstimmung vor 50 Jahren ausgelöst

Zeitzeuge Martin Trageser erinnert sich an den Freigerichter Gemeindezusammenschluss

03 Jan 2020 / 20:55 Uhr
Freigericht (ml). Am Neujahrstag vor 50 Jahren beginnt für die Menschen in fünf selbstständigen Kommunen im Altkreis Gelnhausen eine neue Ära. Der hessische Teil des alten geschichtlichen Freigerichts – die Ortsgemeinden Altenmittlau, Bernbach, Horbach, Neuses und Somborn – schlossen sich freiwillig zu Beginn der Gebietsreform in Hessen zur „Großgemeinde“ Freigericht zusammen – die erste Fusion dieser Art im heutigen Main-Kinzig-Kreis und einer der ersten Zusammenschlüsse im Bundesland. „Es herrschte eine Aufbruchstimmung“, erinnert sich Zeitzeuge Martin Trageser, Ehrenvorsitzender des Freigerichter Parlaments, im Gespräch mit der GNZ. Der 76-jährige Somborner war ab dem Frühjahr 1970 einer der Gemeindevertreter der „Ersten Stunde“ in Freigericht. „Viele junge Leute zog es damals in die Lokalpolitik“, berichtet der langjährige CDU-Kommunalpolitiker. Die Debatten vor und nach der Vereinigung waren vor allem von der Geldverteilung geprägt. „Dennoch ist es für alle eine Erfolgsgeschichte geworden“, betont Trageser.

Im Jahr 2001 hat Martin Trageser als Mitglied des Redaktions-Teams der „Freigerichter Heimatblätter“ die Chronologie des Zusammenschlusses in Freigericht für die Nachwelt lückenlos recherchiert und festgehalten. Drei Triebfedern für den historischen Einigungsprozess habe es damals in Somborn aus seiner Sicht gegeben: Georg Kreis (UWG), den damaligen Ortsbürgermeister, den Leiter der Haupt- und Finanzverwaltung, Walter Streb (Freigerichter Bürgermeister von 1988 bis 1988), und den dortigen CDU-Chef Aloys Streb.

Mehr in der GNZ vom Samstag, 4. Januar.

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