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Bündel von Maßnahmen gegen Schweinepest

Informationsgespräch im Freigerichter Umweltausschuss mit Amtstierarzt Dr. Stefan Rockett und Jägern

29. Mai 2022 / 18:40 Uhr
Freigericht (tsl). Wenn es um die Afrikanische Schweinepest (ASP) geht, dann ist der Mensch selbst der gefährlichste Faktor – das machte Amtstierarzt Dr. Stefan Rockett bei der jüngsten Sitzung des Planungs-, Struktur- und Umweltausschusses deutlich. Er war, ebenso wie Jagdpächter und Landwirte, zu einem Informationsgespräch eingeladen worden, da die CDU herausfinden wollte, ob man einen Runden Tisch „Afrikanische Schweinepest und Wolfsmanagement“ einrichten sollte. Beides gebe Anlass zur Sorge, schreibt die CDU in ihrem Antrag, deshalb müsse man frühzeitig planen und mit Experten ins Gespräch kommen.

Die ASP sei eine fieberhaft verlaufende ansteckende Viruserkrankung, „die man nur schwer wieder loswird“, sagte Rokett. Deshalb müssen im Fall eines Falles alle Schweine getötet werden. Die Krankheit betrifft ausschließlich Haus- und Wildschweine und nicht den Menschen.

Dieser habe aber einen großen Anteil bei der Ausbreitung von Osteuropa und Ostdeutschland her, so Rockett. Diese erfolge „entlang der Hauptverkehrswege“ in Form von Lebensmitteln, die Schweinefleisch enthalten. Dabei sei das Virus sehr widerstandsfähig, erklärte der Amtstierarzt, es bleibe lange infektiös. „Wenn das Wurstbrot dann unachtsam aus dem Fenster geworfen wird“, und etwa von einem Wildschwein gefressen werde, dann breite sich die Krankheit entlang von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen weiter aus. „Die Behörden haben darum Maßnahmen ergriffen, um die Gefahr zu minimieren“, beschreit Rockett, so werden etwa auf Rastplätzen Mülleimer häufiger geleert und mit Wildzäunen abgesichert. Dazu gesellt sichdie Aufklärung: Mehrsprachig wird nicht nur auf Rastplätzen, sondern an Wanderwegen – auch schon rund um Freigericht – vor der Seuche gewarnt. „Außerdem hilft es, neuralgische Punkte, also Party-Hotspots, wo Müll zurückbleibt, regelmäßig zu überprüfen“, riet Rockett. Außerdem halte seine Behörde Kontakt zu den Speditionen, die oft osteuropäische Fahrer beschäftigen, man versorge diese mit mehrsprachigem Informationsmaterial.

Mehr: GNZ vom 30. Mai

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