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Debatte um vier Windräder spitzt sich zu

Nach dem Workshop wollen CDU und GfF nun einen Antrag für einen Bürgerentscheid stellen. Die SPD fordert stattdessen einen Grundsatzbeschluss des Parlaments zu Gunsten des Projekts im Neuseser Wald.

12 Okt 2021 / 19:33 Uhr

Freigericht (ml). Ein Bürgerentscheid oder ein positiver Grundsatzbeschluss zum geplanten Windkraftprojekt im Neuseser Wald – vor dieser Wegweisung werden die Freigerichter Gemeindevertreter bereits bei ihrer nächsten Sitzung am Donnerstag, 4. November, stehen. Während CDU und „Gemeinsam für Freigericht“ (GfF) die Entscheidung mit einem gemeinsamen Antrag gerne möglichst bald in die Hände der Bevölkerung legen wollen, ringen die Sozialdemokraten stattdessen um eine Parlamentsmehrheit, um das Bauvorhaben für vier Windräder am Höhenzug „Schanzenkopf“ umzusetzen. In der UWG und bei den Grünen dauern allerdings die Beratungen in dieser Woche nach einem Workshop der Mandatsträger zum Thema „Windenergie“ noch an; die Fraktion „Die Freigerichter“ unterstützt derweil den Bürgerentscheid. Hierfür wäre aber eine Zwei-Drittel-Mehrheit der 37 gewählten Gemeindevertreter erforderlich. Zur in einem Monat geplanten Bürgerinformationsveranstaltung am Freitag, 12. November, von 15 bis 20 Uhr in der Freigerichthalle werden alle Fraktionen eine Stellungnahme abgeben.

Nachdem sich Freigerichter Gemeindevertreter im Juli dieses Jahres bei einer Exkursion zu einem Windpark bei Gedern im Vogelsberg vor Ort informierten (die GNZ berichtete), setzten Mitglieder aller sechs Fraktionen der Gemeindevertretung und aus dem Gemeindevorstand den seit mehr als einem Jahr laufenden Informationsprozess, gestartet mit einem öffentlichen Online-Vortrag im November 2020, fort. Zusammen mit externen Beratern und dem Landesprogramm Bürgerforum Energiewende Hessen veranstaltete die Gemeinde einen Workshop, um über Rahmenbedingungen möglicher Windenergieanlagen auf der Vorrangfläche im Wald hinter dem Fernblick, unweit der Teufelsmühle gelegen, ausführlich zu sprechen. Alle Beteiligten taten dies angeblich unter der Prämisse, noch keine Vorfestlegung auf eine mögliche politische Entscheidung zu treffen.

Mehr in der GNZ vom Mittwoch, 13. Oktober.

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