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Eigene Formen des Gedenkens finden

AG Erinnerungskultur berät über Umgang mit Nationalsozialismus

05 Sep 2019 / 17:40 Uhr
Freigericht (jus). Wie kann ein zeitgemäßes Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus aussehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich in Freigericht die neu gegründete parlamentarische Arbeitsgruppe Erinnerungskultur. In ihrer konstituierenden Sitzung am Dienstagabend zeigte sich das siebenköpfige Gremium dabei konstruktiv und ideenreich.

Stolpersteine oder Stolperschwellen, Gedenkstehlen und Denkmäler – Formen des Gedenkens gibt es viele. Aber welche ist jeweils die richtige? Bereits mehrfach war in der Gemeinde die Idee aufgekommen, Stolpersteine zu verlegen. 2016 hatten die „Bürger für Freigericht“ einen entsprechenden Antrag eingebracht. Eine Anfrage von Nachkommen jüdischer Mitbürger aus Somborn hat die Diskussion nun wieder angestoßen, wie Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz in der Sitzung der neuen AG zusammenfasste. Dennoch konzentriert sich die Gruppe nicht nur auf die Frage der Gedenksteine, sondern sucht ergebnisoffen nach der richtigen Form der Erinnerung. „Es geht darum, eine Debatte zu führen, die nicht nur das Konstrukt Stolperstein oder Stolperschwelle behandelt, sondern das Erinnern allgemein in den Blick nimmt“, sagte Eitz.

Mehr: GNZ vom 6. September.

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