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Energiewende ohne Ideologie vollziehen

CDU kann sich weitere Ausweisungen für Solarparks in Freigericht vorstellen – und erhöht Druck bei Biomasse

27. September 2022 / 20:18 Uhr
Freigericht. Bis Jahresende 2023 könnte Freigericht über den bis dato größten Solarpark im Main-Kinzig-Kreis verfügen. Die Weichen für das Vorhaben in der Nähe von Hof Trages haben die Gemeindevertreter Mitte Juli mit großer Mehrheit auf Antrag der Union gestellt (die GNZ berichtete). Im Falle einer erfolgreichen Umsetzung des Projekts mit der Firma next energy können sich CDU-Fraktionschef Florian Altmann und Fraktionsgeschäftsführer Patrice Göbel weitere Ausweisungen für große Freiflächen-Photovoltaikanlagen in der Kommune vorstellen. Sie warnen im Gespräch mit GNZ-Redakteur Michael Staudenmaier vor falscher Ideologie bei der lokalen Energiewende. Ihr Vorwurf richtet sich vor allem an die Grünen, an anderer Stelle, bei der seit Monaten ausstehenden Prüfung von Biomassenutzung, auch an Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz (SPD).

GNZ: Es war eine lange Sommerpause ohne Sitzungen. Wie hat die CDU diese genutzt?

Patrice Göbel: Wir haben erst einmal Kräfte gesammelt, da die vergangenen Monate sehr anstrengend waren. Wir haben uns aber auch im Parteivorstand mit der neuen Vorsitzenden Celine Brückner (die GNZ berichtete) neu aufgestellt. Wenn wir nach außen wirklich einen Neuanfang glaubhaft vollziehen wollen, brauchen wir einen solchen Generationswechsel.

Wird es den bald auch in der CDU-Fraktion geben?

Florian Altmann: In der Fraktion haben wir den Wechsel eigentlich schon längst vollzogen. Wir haben dort eine gute Mischung: neue Köpfe mit Robin Gerlach und Celine Brückner, Personen mittleren Alters wie Daniel Klein und mich, ein paar erfahrene Leute wie Wigbert Trageser und Hugo Klein, der als Parlamentsvorsitzender in seine letzte Legislaturperiode geht. Zur nächsten Wahlperiode wird sicherlich die Frage lauten, wer die Fraktion dann anführen wird.

Göbel: Was wir nicht vergessen dürfen, ist, dass der Fraktionsvorsitz eine gewisse Portion politische Erfahrung und Wissen über das Tagesgeschäft voraussetzt.

Mehr in der GNZ vom Mittwoch, 28. September.

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