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Keine klugen Ratschläge gebraucht

Der verbliebene Vorstand des Freigerichter Gewerbevereins betreibt nach Ullrichs Rückzug im eigenen Magazin eigenwillige Aufklärungsarbeit / Rathauschef Eitz, Ullrich, Streb und Anton reagieren auf Bericht

03 Dez 2020 / 23:07 Uhr

Freigericht (ml). Die Lektüre des jüngst veröffentlichten Dezember-Magazins des Freigerichter Gewerbevereins hat Michaela Ullrich nochmals in ihrem Entschluss bestärkt, ihr Amt der Vereinsvorsitzenden vor einem Monat niedergelegt zu haben (die GNZ berichtete). In eigener Sache stellen der verbliebene Vorstand um Bernd Schneider, Carmen Brönner und Dominik Fischer, Ehrenvorsitzender Helmut Schneider, Geschäftsstellenleiter Klaus Brönner sowie Norbert Frettlöhr, von 2016 bis 2018 im geschäftsführenden Vorstand für Finanzen zuständig, darin auf zwei Seiten ausführlich ihren Standpunkt zur andauernden Führungskrise dar. Zudem zeigen sie sich empört über die jüngsten Aussagen von Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz und Ex-Vereinschef Markus Streb in der GNZ. „Eine unsachliche Einmischung, die wir zurückweisen müssen und eine absolute Frechheit des ehemaligen Vorsitzenden, der sich besser nicht geäußert hätte“, kommentiert Bernd Schneider hierzu. Das Fazit lautet: „Wir brauchen keine guten Ratschläge, wir wünschen uns Unterstützung seitens der Gemeinde.“ Gestern sahen sich nun Bürgermeister Eitz, Markus Streb und Michaela Ullrich aufgrund des Magazin-Berichts zu einer gemeinsamen Stellungnahme veranlasst.

Gerne hätte sich die nach nur einem Jahr wieder ausgeschiedene Vorsitzende des Gewerbevereins Freigericht, Michaela Ullrich, weiterhin für die Belange der Gewerbetreibenden in der Kommune eingesetzt. „Dies hätte ich aber nur dann erfolgreich tun können, wenn ich den entsprechenden Beistand im Vorstand gehabt hätte“, meint Ullrich. Dies war anscheinend nicht mehr oder nie der Fall. Anders lassen sich wenig wertschätzende Aussagen wie von Norbert Frettlöhr, heute im erweiterten Vorstand des Vereins, im Dezember-Magazin „Freigericht“ – und zuvor auch in der GNZ vor rund zwei Wochen – wohl nicht interpretieren: „Dass man ihr eine weitere Chance gegeben hat, konnte ich sowieso nicht verstehen. Vielleicht schafft sie es aber jetzt im zweiten Anlauf, den Verein zu zerschlagen, vielen Dank auch!“, spielt Frettlöhr auf Ullrichs Rückkehr in die Vorstandsarbeit nach zwischenzeitlicher Pause an. Ullrich bedankt sich lieber bei den vielen Gewerbetreibenden, die sie motiviert und ihr geholfen hätten und bei Sandra Grüb, Peter Betz und Thomas Lange aus der Gemeindeverwaltung für die gute Zusammenarbeit.

Mehr in der GNZ vom Freitag, 4. Dezember.

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