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Klappern auf dem Balkon

Ungewöhnliche Osterwoche für Katholiken

06 Apr 2020 / 18:07 Uhr
Freigericht (hjh). Er wird seit mehr als 100 Jahren in Horbach praktiziert – der Brauch des Osterklapperns. Bedingt durch die aktuelle Corona-Krise müssen sich die Gläubigen hier wie in den weiteren Freigerichter Ortsteilen auf eine ungewöhnliche Karwoche einstellen. Gänzlich werden die Ratschen in Horbach, Altenmittlau und Bernbach jedoch nicht verstummen. So rufen die Gemeinden ihre Mitglieder auf, vom heimischen Balkon aus an die Gebetszeiten zu erinnern, wenn die Kirchenglocken schweigen. Auch sonst haben sich die Pfarreien einiges einfallen lassen, um Ostern trotz Virus zu einem besonderen Ereignis zu machen.

In Somborn, Hobach und Neuses haben Gemeindemitglieder die Möglichkeit, ihre Fürbitten aufzuschreiben und in einem Umschlag in den Briefkästen der Pfarrbüros einzuwerfen. Die Zettel werden in den nichtöffentlichen Gottesdiensten am Karfreitag verlesen und in der Osternacht, als Zeichen der Hoffnung, verbrannt.

Für die Osternachtfeiern in Somborn, Horbach und Neuses können Menschen eine beliebige Zahl an Kerzen bestellen, die dann von den beiden Pfarrern Christoph Rödig und Stanislas Abena angezündet werden. Die Kerzen können im Laufe des Ostersonntags in den Kirchen abgeholt werden. Auch die Bestellungen können auf einem Zettel in die Briefkästen der Pfarrbüros eingeworfen werden.

Mehr: GNZ vom 7. April.

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