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Mit Farbe aus der Sprachlosigkeit

Wächtersbacher Frauenhaus zeigt Werke im Freigerichter Rathaus

10 Aug 2020 / 17:51 Uhr
Freigericht-Somborn (mab). Sie sind erschütternd, düster, fröhlich oder einfach nur wunderschön, die Bilder der Ausstellung „Befreiende Kunst“, die bis Ende September im Freigerichter Rathausfoyer zu sehen sind. Was ihnen allen gemeinsam ist: Sie sind ausschließlich von Bewohnerinnen des Wächtersbacher Frauenhauses oder deren Kinder gemalt worden und machen so auf die Schicksale aufmerksam, die sich hinter dem Begriff häusliche Gewalt verbergen. Gestern hat Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz die bewegende Ausstellung gemeinsam mit Lea Kircher und Brigitte Machnitzke vom Frauenhaus eröffnet.

Etwa 20 Werke, viele von ihnen überraschend farbenfroh, haben die Verantwortlichen des Frauenhauses mit Unterstützung von Sandra Grüb (Freigerichter Kulturbüro) und der Künstlerin Ellen Hug an den Wänden und zwei Stelltafeln im Rathausfoyer aufgehängt. Die Namen der Malerinnen bleiben anonym. Zwischen den Bildern haben die Verantwortlichen Schilder angebracht, auf denen die Geschichten der Frauenhausbewohnerinnen zu lesen sind. Die Namen wurden geändert, um die Intimsphäre der Betroffenen zu wahren. Die Geschichten allerdings sind echt. Sie zu erzählen und das Erfahrene in Kunstwerke umzusetzen ist ein großer und mutiger Schritt, wie Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz gestern Nachmittag würdigte.

Mehr: GNZ vom 11. August.

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