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Mit Jazz in den Fokus der Nazis geraten

Emil Mangelsdorff spricht über sein Leben im Dritten Reich

24 Nov 2019 / 18:42 Uhr
Freigericht-Somborn (jus). Kontrabass und Schlagzeug erklingen in der vollbesetzen Aula der Kopernikusschule, das Klavier setzt ein und Swingklänge breiten sich aus. Dann setzt das Saxofon ein. Es ist das Instrument von Emil Mangelsdorff. Der 94-Jährige zählt nicht nur zu den Pionieren der deutschen Jazzmusik, er musste während der Zeit des Nationalsozialismus auch erleben, was mit Menschen passiert, die anders waren als vom Regime gewünscht. In einem Gesprächskonzert erzählte er dem bunt gemischten Publikum am Freitagabend von seinen persönlichen Erfahrungen in einer Zeit, in der es hieß: „Swing tanzen verboten“.

Überwachung, Verbote, Schikane, schließlich Ostfront und Kriegsgefangenschaft: Seine Liebe zum Jazz brachte Emil Mangelsdorff in der Zeit des Dritten Reiches viele Schwierigkeiten ein. Seiner Begeisterung für die Musik hat dies jedoch keinen Abbruch getan. Auch im hohen Alter hat er seine Leidenschaft für den Jazz nicht verloren, wie sein Konzert in Freigericht eindrucksvoll belegte.

Mehr: GNZ vom 25. November.

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