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Straßen solidarischer sanieren

Anlieger aus dem Spessartring wollen einen Bürgerentscheid zur Abschaffung der Beiträge erzwingen

05 Mrz 2020 / 22:20 Uhr

Freigericht (ml). Auf den Plakaten stehen Slogans wie „Heute wir, morgen ihr!“, „Straßen saniert – Bürger ruiniert“ und „Öffentliche Straßen = öffentliche Gelder“. Längst hängen die selbst gestalteten Banner nicht mehr nur rund um den Spessartring in Somborn. Die 35 Grundstückseigentümer wehren sich gegen fünfstellige Beiträge für die grundhafte Sanierung der maroden Gemeindestraße, die frühestens 2021 auf dem Plan steht. Nach der überraschenden Ankündigung in der jüngsten regulären Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses Ende Januar, die bisherige einmalige Beitragserhebung in abgeänderter Form doch beizubehalten (die GNZ berichtete), gehen die Bürger nun auf die Barrikaden. Am Dienstag, 31. März, beabsichtigen sie, eine Interessengemeinschaft (IG) zu gründen, um einen Bürgerentscheid zu einer Abschaffung der Straßenbeiträge in ganz Freigericht auf den Weg zu bringen. Sie fordern nicht nur deren Ersetzung durch eine in ihren Augen solidarischere Finanzierung, sondern zeigen sich vor allem über die Transparenz und Kommunikation der Gemeindeverwaltung und der politisch Verantwortlichen tief enttäuscht. Auf einen möglichen Kompromiss, wie er sich derzeit abzeichnet, wollen sie sich anscheinend nicht einlassen.

Mehr in der GNZ vom Freitag, 6. März.

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