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Viele Frauen bauten mit

Horbacher Mariengrotte vor 70 Jahren eingeweiht

09 Aug 2019 / 17:54 Uhr
Freigericht-Horbach (hjh). Noch vor dem offiziellen Ende des Zweiten Weltkrieges begannen gläubige Menschen in Horbach mit der Errichtung der Mariengrotte im Näßlichgrund. Vor 70 Jahren wurde der Wallfahrtsort eingeweiht. Am kommenden Mittwoch, 14. August, wird das Jubiläum mit einem großen Festgottesdienst gefeiert. Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez, selbst gebürtiger Horbacher, hat sein Kommen zugesagt.

Gemeinsam mit Pfarrer Christoph Rödig wird der Weihbischof in der Jubiläumsmesse an die schwere Zeit am Ende und nach dem Zweiten Weltkrieg erinnern, in der die Gläubigen in Horbach auf Anregung des damaligen Kaplans Aloys Schön damit begannen, der Mutter Gottes eine Grotte zu errichten. Hintergrund waren die schrecklichen Erlebnisse während des Kriegs, vor denen auch die Dörfer im Freigericht und besonders Horbach nicht verschont blieben. Einigen älteren Bewohnern dürfte die Karwoche 1945 noch deutlich vor Augen stehen. Damals mischte sich die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende mit der Verzweiflung über die Unerbittlichkeit, mit der einige SS-Mitglieder den Kampf fortführten und die Bunker von Büdingen bis Aschaffenburg besetzten und verteidigten.

Trotz oder vielleicht sogar wegen des allgegenwärtigen Schreckens elektrisierte die Idee, eine Mariengrotte zu bauen, viele Menschen in Horbach. Wenige Tage vor der offiziellen Kapitulation am 8. Mai 1945 begannen die Arbeiten im Näßlichgrund.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 10. August.

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