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Von Paris nach New York - per Flügel

Pianist Christian Elsas begeistert bei Kapellenkonzert auf Hof Trages

02 Aug 2019 / 15:03 Uhr
Freigericht (km). Einen wundervollen Klavierabend am Mittwoch haben die Besucher des ersten Kapellenkonzerts bei den 22. Sommerlichen Musiktagen auf Hof Trages erlebt. In der historischen Schlosskapelle präsentierte Professor Christian Elsas Kompositionen aus der Zeit von 1890 bis 1930 am Flügel. Die musikalische Reise von Paris bis New York entführte das Publikum unter anderem in die Welt des Ragtime. Anlass für einen ungewöhnlichen Streifzug durch die Werke von George Gershwin, Claude Debussy, Eric Satie und natürlich des Urvaters des „Rags“, Scott Joplin. Dessen bekanntestes Werk „The Entertainer“ musste Elsas noch einmal als Zugabe spielen, nachdem die Zuhörer dem Pianisten langanhaltenden Beifall gezollt hatten.

Christian Elsas besitzt die Gabe, einen Flügel sprechen und singen zu lassen. Ein Vermögen, das große Künstler auszeichnet. Seine ausgefeilte Klangtechnik befähigt den Musiker, sich eindringlich mit den unterschiedlichsten Komponisten auseinanderzusetzen. Sein Spiel ist immer auch Ausdruck seiner Musikauffassung, die von menschlicher Wärme geprägt ist.

Mit Werken des 1918 gestorbenen Claude Debussy, darunter dem Walzer „La plus que lente“ von 1910, eröffnete Elsas den musikalischen Reigen in der Kapelle. Wie er berichtete, habe er das Stück anfangs als langweilig empfunden, dann aber dessen Höhen und Tiefen darin entdeckt, die eine Lebensmelodie symbolisieren. Schon hier war klar, dass Elsas nicht nur ein erstklassiger Pianist, sondern auch ein charmanter Erzähler ist.

Mehr: GNZ vom 3. August.

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