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Aus Feinden werden Freunde

Themenführung in Gelnhausen: Die deutsch-französischen Beziehungen

26 Jul 2020 / 15:46 Uhr
Gelnhausen (mya). Einst Kriegsgegner, heute vereint: „Aus Feinden werden Freunde“. Diese spannende Themenführung in Gelnhausen beschrieb die wechselvolle Beziehung zwischen Frankreich und Deutschland. Höchst dramatisch waren die damaligen Zeiten, in die Marinette Chauvel-Lemmer und Christine Böhlke ihre Gäste entführten.

Sie berichteten vom im neunten Jahrhundert lebenden Karl den Großen, der sowohl zu den römisch-deutschen Kaisern, als auch französischen Königen zählte. Er habe sich dadurch hervorgetan, dass er seinen Töchtern die gleiche umfassende Bildung ermöglicht habe wie seinen Söhnen. Die französische Sängerin France Gall benannte 1964 ein Lied nach ihm und bedankte im Text dafür, dass Karl der Große die Schule erfunden habe. Das Lied „Sacré Charlemagne“ würden in Frankreich viele kennen.

Die Stadtführung fiel auf einen besonderen Tag, den 25. Juli. Genau an diesem Tag, im Jahr 1170, wurde Gelnhausen gegründet. 850 Jahre ist es her. „Früher, das ist jetzt nicht mehr vorstellbar, war die Kinzig schiffbar“, erklärten die Stadtführerinnen, und zeigten den Gästen die „Via Regia“, ein historische Handelsstraße, die auch Franzosen nutzten. Diesen Weg marschierten auch Soldaten entlang. Chauvel-Lemmer und Böhlke führten die Besucher zur ehemaligen Münzstätte in der Reusengasse. Auf der Wand des Gebäudes ist eine Münze mit dem Bild einer Frau zu sehen. Sie war Beatrix von Burgund, die zweite Frau von Kaiser Friedrich I. Barbarossa, dem Stadtgründer.

Mehr in der GNZ vom 27. Juli.

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