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Des Kaisers Stadt

Heute wird Gelnhausen 850 Jahre alt – Keine Feier wegen Corona, aber Festwein für 850 Cent

24 Jul 2020 / 14:52 Uhr
Gelnhausen (re). Der berühmte Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, beurkundete am 25. Juli 1170 der neuen Reichsstadt Gelnhausen die Stadtrechte. Für seine Neugründung fasste er drei wesentlich ältere, dörfliche Siedlungen zu einer neuen Stadt zusammen. Darunter die bereits 1123 in einer Urkunde des Klosters Banz erwähnte Siedlung „Geilenhusen“.

Leider ist die Stadtgründungsurkunde nicht mehr im Original erhalten, doch aus mittelalterlichen Abschriften sind einige der Bürgerrechte überliefert: Alle Bürger der Reichsstadt Gelnhausen durften unter anderem ihren Besitz frei vererben und im ganzen Reich zollfrei sowie unter besonderem Schutz des Kaisers reisen. Außerdem durften nur der Kaiser oder seine Vertreter in Gelnhausen Recht sprechen. Seine neue Reichstadt ließ Barbarossa mit modernsten Wasserleitungen aus Holz und Ton planmäßig ausbauen, breite Straßen und große Handelsplätze anlegen. Die Kirchen wurden ausgebaut, eine Stadtbefestigung und öffentliche Bauten errichtet, und im Jahr 1330 erhielt die Stadt das Recht, eine Kaufhalle zu bauen, die seit inzwischen über 500 Jahren bis heute als Rathaus dient.

Barbarossas Rechnung ging auf, denn seine neue Reichsstadt Gelnhausen entwickelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte, auch dank der günstigen Verkehrslage an der via regia zwischen den beiden wichtigen Messestädten Frankfurt und Leipzig, der Kinzigfurt und der ab dort schiffbaren Kinzig, zu einer blühenden Handelsstadt.

Mehr dazu in der GNZ vom 25. Juli.

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