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„Die Wahl ist eine Chance für einen Neustart“

Serie „Neue Gesichter für die Stadtpolitik“: Jana Fuchs kandidiert für die BG

01 Mrz 2021 / 15:07 Uhr
Gelnhausen. In rund zwei Wochen wählen die Gelnhäuser bei der Kommunalwahl am 14. März eine neue Stadtverordnetenversammlung. In der Barbarossastadt werben dann sechs Parteien und Wählergruppierungen um die Stimmen der Bürger. Neben vielen bekannten Namen auf den Listen gibt es auch einige neue Gesichter, die sich erstmals für ein politisches Mandat bewerben. Eines dieser neuen Gesichter ist Jana Fuchs. Sie kandidiert auf Listenplatz 23 der „Bürger für Gelnhausen“. Mit GNZ-Redakteur David Noll spricht sie über ihre Erfahrungen mit der Lokalpolitik als Anwohnerin im Meerholzer Baugebiet „Mittlauer Weg“, ihre Vorstellungen für eine familienfreundlichere Stadt und ihr Verhältnis zu Bürgermeister Daniel Glöckner (FDP).

Sie haben als Anwohnerin im Mittlauer Weg in Meerholz in den vergangenen Jahren leidvoll erfahren müssen, wie sich politisches Handeln auf die betroffenen Bürger direkt auswirken kann. Viele Menschen hätten sich dadurch vermutlich enttäuscht von der Politik abgewendet. Sie gehen den gegenteiligen Weg und wollen sich in der Stadtpolitik engagieren. Warum?

Jana Fuchs: Es liegt sicher nicht allein an diesem Thema, aber es war natürlich ein weiterer, wichtiger Impuls, mich für die Kommunalwahl aktiv auf die Kandidatenliste setzen zu lassen. Einer der Entscheider des Verkaufs der öffentlichen Grünflächen im Neubaugebiet Mittlauer Weg hatte mir mal empfohlen, doch ein Praktikum bei der Stadt zu machen, damit ich mal lerne „wie das hier in Gelnhausen so funktioniert.“ Wer mich kennt, kann sich denken, dass so eine Aussage mich erst recht anspornt, mich zu engagieren, damit es in der Stadt bei manchen Themen eben auch anders laufen kann. Ich gebe ehrlich zu, dass die Stadtverordnetenversammlungen, die ich in den vergangenen drei Jahren in Gelnhausen miterlebt habe, mir die Lust mich politisch zu engagieren, fast genommen haben. Doch auch hier gilt: Wenn ich will, dass wieder eine andere Diskussionskultur und ein anderes Miteinander von Bürgermeister, Magistrat, Ortsbeiräten und Stadtverordneten herrscht, hilft es nicht, nur zu meckern, sondern ich muss und möchte mich einbringen, etwas zu verändern, indem ich mich zur Wahl zu stelle. Ich habe lange überlegt, ob ich kandidieren soll. Es ist auch ein Zeitfaktor, der gut abzuwägen ist. Um sinnvolle Diskussionen zu führen und Kompromisse finden zu können, muss man sich mit den verschiedenen Themen beschäftigen. Die dafür notwendige Zeit konkurriert, wie bei so vielen, mit meiner Familie, meinem Beruf und anderen ehrenamtlichen Aufgaben. Aber mir liegt Gelnhausen am Herzen und daher will ich mir die Zeit nehmen.

Das komplette Interview lesen Sie in der GNZ vom 2. März.

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