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„Die Zäune werden nicht abgerissen“

Baurechtsexperte Peter Koch fordert ein Ende des Grünflächen-Streits im Mittlauer Weg

30 dic 2021 / 14:42 Uhr
Gelnhausen-Meerholz (mab). Peter Koch hat mehr als drei Jahrzehnte in der Bauaufsichtsbehörde des Main-Kinzig-Kreises gearbeitet, davon 20 Jahre in leitender Funktion. Angesichts der Debatte über das Baugebiet Mittlauer Weg in seiner Heimatstadt kann er nur mit dem Kopf schütteln. „Das Stadtparlament hat in den vergangenen Jahren den Konflikt deutlich verschärft“, ärgert sich der diplomierte Verwaltungswirt. Dass seine frühere Behörde die Zäune auf den umstrittenen Grünflächen in Meerholz abreißen lässt, hält er für wenig wahrscheinlich.

Die Stadt hat bei der Entwicklung des Neubaugebiets keine glückliche Figur abgegeben, das steht für Peter Koch außer Frage: „Bebauungspläne in Kraft zu setzen, um sie dann sofort wieder ohne Grund aufzuweichen, ist generell schlecht, auch wenn es in vielen hessischen Kommunen genauso praktiziert wird.“ Die Politik habe dann alles noch verschlimmert, mit verheerenden Wirkungen für die Außendarstellung der Barbarossastadt. „Die mittlerweile seit Jahren geführte Neiddebatte zwischen den beiden Lagern der vermeintlich benachteiligten und bevorteilten Bewohner des Gebiets wird auch zukünftig das Zusammenleben zwischen den Familien beeinträchtigen“, ist der auf das öffentliche Baurecht spezialisierte Verwaltungswirt, der seit 35 Jahren in Gelnhausen lebt, überzeugt.

Mehr dazu in der GNZ vom 31. Dezember.

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