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Eine Frage der Stellplätze

SPD: Erfolgreiche Entwicklung der Joh-Immobilie setzt Unterstützung aller politischen Kräfte voraus

19 Nov 2020 / 16:23 Uhr
Gelnhausen (re). „Wir müssen im Interesse der Stadtentwicklung wirklich alles daransetzen, dass die von der Kreissparkasse Gelnhausen auf einen guten Weg gebrachte Projektierung der Joh-Immobilie auch erfolgreich zum Abschluss gebracht werden kann. Und wenn es noch an irgendeiner Stelle der Unterstützung der Stadt bedarf, so müssen wir das entschlossen tun.“ Das betonen der SPD-Ortsverein Gelnhausen und die SPD-Stadtverordnetenfraktion in einer Pressemitteilung. Insbesondere die Frage der Stellplätze müsse geklärt werden.

Es müsse jedem klar sein, dass dies das wichtigste und zentralste Thema der Stadtentwicklung sei, und da dürfe man nicht mit angezogener Handbremse unterwegs sein. „Es muss im partei- und fraktionsübergreifenden Interesse aller Verantwortungsträger in Gelnhausen sein, dass das Projekt, das bisher durch die Kreissparkasse auf einen guten Weg gebracht wurde, weiter konsequent vorangebracht wird“, so die Vorsitzende der SPD Gelnhausen, Susanne Turlach, und Fraktionsvorsitzender Ewald Desch. Dabei betonen die Sozialdemokraten erneut, dass die Schaffung und Zuordnung von Stellplätzen für das Projekt ein ganz zentrales und wichtiges Thema sei. „Das haben die Entscheidungsträger der Sparkasse und des Main-Kinzig-Kreises von Anfang an im gesamten Prozess immer wieder sehr offen gegenüber der Stadt Gelnhausen und den Mitgliedern der städtischen Gremien kommuniziert und platziert“, so Turlach und Desch. Für die SPD sei deshalb ganz klar, dass auch die Stadt Gelnhausen ihren Infrastrukturbeitrag zum Gelingen des Projektes erbringen müsse. Und sollten Gespräche mit einem Investor zur Errichtung von Stellplätzen auf dem Parkplatz am Busbahnhof nicht zeitnah zu einem positiven Abschluss gebracht werden, so müsse die Stadt, gemäß der aktuellen Beschlusslage der Stadtverordnetenversammlung, hier federführend tätig werden. „Es wird dann ohne eine aktive Mitwirkung und Beteiligung der Stadt Gelnhausen nicht laufen“, betont Desch.

Die SPD blickt in diesem Zusammenhang auch nach Schlüchtern und verweist auf die aktuellen Entwicklungen rund um das Areal des ehemaligen Kaufhauses Langer. „Dort übernimmt die Stadt Schlüchtern im Sinne der Stadtentwicklung viel Verantwortung, investiert aus eigenen städtischen Mitteln in Millionenhöhe in die Stadtentwicklung und setzt nicht allein auf das Engagement privater Investoren, da man auch dort erkannt hat, dass dies allein nicht zielführend ist“, sagt Turlach.

Nach Meinung der SPD müsse jeder die Chance, die hinter dem Projekt der Kreissparkasse stecke, erkennen. Das Schaffen von Handels-, Dienstleistungs- und Gastronomieflächen, das gemeinsame Entwickeln eines modernen Medienzentrums zwischen Kreis und Stadt sowie das Zusammenführen von derzeit ausgelagerten Verwaltungsbereichen des Main-Kinzig-Kreises sei die dringend benötigte Weichenstellung für die Innenstadtentwicklung, von der weitere Impulse ausgingen. Die Umwandlung und Revitalisierung von alten Kaufhausflächen sei für Städte eine wahre Herkulesaufgabe. „Dafür gibt es keinen fertigen Masterplan. Wichtig ist ein Zusammenspiel aller Akteure und das Ziehen an einem Strang, um eine solche Kraftanstrengung zu meistern“, erklären Turlach und Desch.

Der Schwerpunkt der Planungen der Kreissparkasse im Bereich des Erdgeschosses liegt auf dem Bereich Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistung. Im Zuge einer weiteren Zentralisierung legt der Main-Kinzig-Kreis bislang über das Stadtgebiet von Gelnhausen verteilte Ämter, Gesellschaften und Verwaltungsflächen in Teilen zusammen. In einem gemeinsamen Projekt zwischen der Kreissparkasse, dem Main-Kinzig-Kreis und der Stadt Gelnhausen soll zudem ein modernes Medienzentrum entstehen. Dazu sollen die Bibliothek der Beruflichen Schulen, die Grimmelshausen-Bibliothek der Stadt Gelnhausen und das Medienzentrum der Bildungspartner zusammengeführt werden. Dieses Medienzentrum kann dann auch den benachbarten und immer weiter wachsenden Beruflichen Schulen als zusätzliche Lernfläche dienen. „In den nächsten Wochen hängt auch viel davon ab, mit welchem Nachdruck das Rathaus und die städtischen Gremien das Projekt der Sparkasse unterstützen. Für die SPD stellen wir ausdrücklich klar, dass wir dieses zentrale Projekt der Stadtentwicklung in vollem Umfang unterstützen.“

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