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Elf Thesen gegen den Corona-Frust

Ein trauriger 11.11.: Gelnhäuser Präsidenten nehmen Stadtpolitik trotzdem aufs Korn

10 Nov 2020 / 16:02 Uhr
Gelnhausen (dan). Konfetti, Schunkelmusik, Rathaussturm: Monatelange fiebern die Karnevalisten auf den 11. 11. hin, den offiziellen Startschuss in die neue Kampagne. Normalerweise. In diesem Jahr aber ist alles anders. Keine Reden vor dem Rathaus, kein entmachteter Magistrat, keine symbolische Schlüsselübergabe. Corona hat die Fastnacht fest im Griff. Auch die Gelnhäuser Karnevalsvereine haben ihre Sitzungen schweren Herzens abgesagt. Zum 11. 11. haben sich die vier Fastnachtspräsidenten der Barbarossastadt trotzdem etwas ausgedacht, um zumindest ein wenig an die nun eigentlich beginnende närrische Zeit zu erinnern.

Elf Thesen haben die vier Sitzungspräsidenten Hans-Jörg Neidhardt (Schelme), Jörg Pfeiffer (TSV Höchst), Jason Schöneberg (Heilichköppchen) und Sebastian Frickel (Käwwern) in bester karnevalistischer Reimform zu Papier gebracht. Gestern wollten sie diese eigentlich an der Rathaustür anschlagen. Doch auch das ließ Corona nicht zu: „Uns blutet schon ziemlich das Fastnachterherz“, sagt Hans-Jörg „Joe Hardy“ Neidhardt im Gespräch mit der GNZ. Zwar haben die Gelnhäuser Karnevalisten Verständnis für die strengen Regeln und Maßnahmen. Ein Jahr ohne Sitzungen, Umzüge und närrische Geselligkeit können sie sich aber noch immer nur schwer vorstellen. Für das Corona-bedingte Aus haben die Fastnachter humorvoll reagiert und einen speziellen Pin zum Anstecken bei einem ihrer Ordenmacher im Internet bestellt: „Session 2021 – voll fürn Arsch“, steht darauf. „Passender geht es nicht“, sagt Neidhardt.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 11. November.

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