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„Freibäder umsichtig wieder öffnen“

Gelnhäuser Bürger entwickeln Gedankenpapier zur Öffnung in Corona-Zeiten

08 Mai 2020 / 16:10 Uhr
Gelnhausen (re). Das Barbarossafreibad in Gelnhausen und alle anderen hessischen Schwimmbäder auch sollten wegen ihrer sozialen, gesundheitsfördernden und sportlichen Funktion unter Einhaltung strikter Infektionsschutz-Regelungen alsbald umsichtig und stufenweise wieder geöffnet werden, sobald die hessische Landesregierung dafür grünes Licht gibt. „Neben der Berücksichtigung aller sportlichen Interessen sollten insbesondere der gesundheitliche und der soziale Aspekt im Vordergrund stehen. Wir denken besonders auch an all jene Bürger und Familien mit kleinerem Budget, für die das Freibad im Sommer die einzige Freizeitalternative darstellt, an Physio-, Reha-, Gesundheits-und Aquafitnessangebote und Vereinstrainings, besonders von Kindern und Jugendlichen“, appellieren Julia Hott und Alexander Schopbach (beide Gelnhausen) an die verantwortlichen Landes- und Kommunalpolitiker.

Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Gelnhäusern haben sie in den vergangenen Tagen am Beispiel des Barbarossafreibades in der Main-Kinzig-Kreisstadt ein Gedankenpapier zur konkreten Umsetzung einer schrittweisen Öffnung von Freibädern erarbeitet. Dieses entstand unter anderem auf Grundlage des am 23. April fortgeschriebenen Pandemieplans Bäder der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen.

„Die coronabedingten Maßnahmen der vergangenen Wochen und die sich abzeichnenden weiteren Einschränkungen auf Zeit bis hin zu gestrichenen Sommerurlauben verlangen den Menschen sehr viel ab. Gerade Freibäder bieten da die ideale Möglichkeit, sich einerseits zu bewegen und andererseits auch einmal einen Tapetenwechsel zu erleben“, so Hott und Schopbach. Darum alleine gehe es ihrer Initiative aber nicht: Auch viele Reha-Patienten, übergewichtige Menschen, Senioren seien zur Gesundheitsförderung auf Bewegung im Wasser angewiesen. Mit Blick auf andere Bundesländer, die bereits umsichtige und stufenweise Schwimmbadöffnungen für Ende Mai in Aussicht gestellt haben, hoffen die engagierten Gelnhäuser Bürger deshalb auf entsprechende Weichenstellungen in Hessen und seinen Kommunen. Sie betonen: „Uns geht es um eine umsichtige und stufenweise Vorgehensweise, die jederzeit den aktuellen Gegebenheiten angepasst wird. In Anlehnung an die Öffnungen von Schulen, Kitas und vielen Freizeiteinrichtungen erwarten wir auch hier sinnvolle Lösungen. Natürlich stehen die coronabedingten Grundregeln wie Abstand und Hygienemaßnahmen zum Infektionsschutz im absoluten Fokus, getragen von der Erkenntnis, dass gechlortes Wasser kein Virusträger ist.“

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 9. Mai

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