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Gelnhausen zur Marke machen

Stadtmarketing- und Gewerbeverein blickt zuversichtlich in die Post-Covid-Zeit

14. Januar 2022 / 14:23 Uhr
Gelnhausen (mab). Der Stadtmarketing- und Gewerbeverein Gelnhausen blickt mit vorsichtigem Optimismus ins kommende Frühjahr. Bislang sind die rund 125 Mitgliedsbetriebe verhältnismäßig gut durch die Corona-Krise gekommen. Doch auch wenn die Pandemie im zweiten Quartal abklingen sollte, sind die grundlegenden Probleme des stationären Einzelhandels damit noch nicht beendet, betont Geschäftsführerin Petra Schmidt. Deshalb arbeite der Verein derzeit aktiv an Ideen, um die Gelnhäuser Innenstadt dauerhaft als attraktiven Standort zu erhalten.

Angesprochen auf ihre Erwartungen für das neue Jahr meint Petra Schmidt, Geschäftsführerin des Stadtmarketing- und Gewerbevereins Gelnhausen: „Ich bin grundsätzlich ein optimistischer Mensch“ und fügt dann hinzu: „Man wird nicht durch Erfolge, sondern durch Krisen stärker.“ Freilich nur, wenn man diese überstehe. Immerhin seien die rund 125 Mitgliedsbetriebe verhältnismäßig gut durch die Corona-Krise gekommen. „Mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass ein Betrieb alleine wegen der Pandemie schließen musste.“

Das bedeute freilich nicht, dass die Krise nicht auch in Gelnhausen deutliche Auswirkungen zeige. Das Weihnachtsgeschäft lag auch hier unter den Erwartungen, im stationären Einzelhandel um bis zu 15 Prozent. „Das ist freilich abhängig vom Sortiment“, meint Schmidt. Während im Büchersektor keine großen Rückgänge verzeichnet worden seien, seien Bekleidungsgeschäfte und vor allem gastronomische Betriebe stark betroffen. Dabei spielt auch die 2-G-Regel eine Rolle. „Kunden, die den stationären Einzelhandel in der Stadt schätzen, nehmen die Einschränkungen gerne auf sich und sind zum Teil sogar dankbar für die erhöhte Sicherheit. Aber für Menschen, die einmal bummeln möchten oder durch die Gassen schlendern wollen, ist die 2-G-Regel eine große Hemmschwelle, um ein Geschäft zu betreten.“

Die Hoffnung ist jetzt groß, dass sich die Situation nach der Omikron-Welle schnell verbessert und es nicht zu weiteren Einschränkungen kommt. Erneute Öffnungsverbote wären für weite Teile des Geschäftslebens jedenfalls verheerend, meint Schmidt, die seit 30 Jahren Einzelhändlerin ist und in der Altstadt ein Geschäft für Wohnaccessoires betreibt.

Mehr: GNZ vom 15. Januar.

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