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Gemeinsame Lösungen im Wald entwickeln

Illegale Trails im Wald bei Meerholz: Mountainbiker wehren sich gegen Vorwürfe

13 Jul 2020 / 16:07 Uhr
Gelnhausen-Meerholz (re/pfz). Nach unserer Berichterstattung über illegale Mountainbiketrails im Wald bei Meerholz melden sich die Familien Althaus/Todoroff und Hamann aus Gelnhausen beziehungsweise Hailer zu Wort. Sie beteuern: Wir fahren immer rücksichtsvoll gegenüber Mensch und Natur. In unserem Bericht vom Samstag zu diesem Thema hatte Pilzexpertin Bea Furrer-Heeg auf die Gefährdung von Spaziergängern und Waldboden durch Mountainbikestrecken hingewiesen. Auch Bürgermeister Daniel Glöckner sah auf Anfrage ähnliche Probleme. Er sprach sich aber auch dafür aus, dass ein Radsportclub in Zusammenarbeit mit der Stadt einen Trail betreiben könnte: „Dafür sind wir kooperativ, wenn auf uns zugekommen wird“, sagte er. Wir veröffentlichen das Statement der beiden Familien nachfolgend – leicht gekürzt – im Wortlaut.

Wir sind Eltern von Kindern im Kindergarten- und Schulalter. Wir leben und erziehen unsere Kinder in einem stark naturverbundenen Kontext: Wir gehen wandern, zelten, nehmen an natur-pädagogischen Angeboten teil und verbringen mit der Familie generell viel Zeit draußen. Sehr gerne im Wald, von aktiv bis sportlich, zum Beispiel aber auch zum Pilze sammeln. Wir versuchen saisonal und regional einzukaufen und machen uns hinsichtlich des Klimawandels und den schrecklichen Auswirkungen auf die zukünftigen Generationen gleichermaßen wirklich viele Gedanken. Wir sind nach Studium und Berufseinstieg bewusst wieder in den Main-Kinzig-Kreis gezogen, damit unsere Kinder naturverbunden in dieser schönen Region – mit viel Auslauf im Grünen – möglichst selbständig aufwachsen können. Unsere familiären Betreuungskonstellationen sind auf Grund unserer Berufstätigkeiten komplex und maßgeblich von einem flexiblen Angebot der Bildungseinrichtungen, aber auch den Großeltern sowie der gegenseitigen Unterstützung durch befreundete Familien abhängig. Soviel der Vorrede.

Mountainbike sind wir Eltern schon vor unseren Kindern, lange vor Corona, gefahren. Wir halten uns dabei an die „Trail Rules“ – Wegeregeln, wie sie die Deutsche Initiative Mountainbike aufgestellt hat – und verfolgen beispielsweise auch überregional die zähen und teilweise haltlosen Diskussionen um die sogenannte Zwei-Meter-Regel in Baden-Württemberg (Anm. d. Red.: Diese besagt, dass Radfahrer Wälder erst bei einer Radweg-Mindestbreite von zwei Metern befahren dürfen). Wir sind froh, in Hessen zu leben, wo unser Hobby nicht auf so eine aus unserer Sicht recht unsinnige Art erschwert wird. Wir können zwar nur für uns sprechen, aber wir fahren immer rücksichtsvoll, sowohl der Natur als auch den anderen Menschen im Wald gegenüber. Unseren Kindern leben wir ein solches Verhalten aktiv vor. Wir hinterlassen kein noch so kleines Papierchen und fahren immer auf den Wegen respektive Trails.

Mehr dazu in der GNZ vom 14. Juli.

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