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Grünes Licht für Joh-Pläne

Kreisspitze und Sparkasse skizzieren Abriss- und Neubauvorhaben

14 Mai 2019 / 16:21 Uhr
Gelnhausen (dan/re). Was die GNZ am Samstag exklusiv vermeldete, ist nun auch offiziell beschlossene Sache: Die Kreissparkasse Gelnhausen soll die leerstehende Joh-Immobilie von der Stadt erwerben und anschließend entwickeln. Nach dem Abriss der bestehenden Bebauung ist ein Neubau geplant, in dem der Kreis als Ankermieter mit verschiedenen Verwaltungseinheiten einziehen möchte. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss hat gestern der Kreisausschuss gefasst.

Umgesetzt werden solle eine gemischte Nutzung aus der Zusammenführung von verschiedenen Verwaltungsbereichen der Kreisverwaltung, die Sicherung von Entwicklungsflächen für die Beruflichen Schulen sowie die Schaffung von Flächen für Handel, Gewerbe und Gastronomie. Die Federführung in dem gemeinsamen Projekt soll eine erfahrene Projektentwicklungsgesellschaft aus dem Sparkassenwesen übernehmen. „Mit dem Grundsatzbeschluss des Kreisausschusses wurde das gemeinsame Projekt auf den Weg gebracht. Kreissparkasse und Kreis stehen als verlässliche Partner für vertiefende Gespräche und Verhandlungen zur Verfügung“, erklärt Landrat Thorsten Stolz (SPD) gemeinsam mit seinen hauptamtlichen Kollegen, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD) und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann (CDU).

Nach den Plänen der Sparkasse soll das ehemalige Kaufhaus komplett abgebrochen und das gesamte Areal von Grund auf neu beplant und bebaut werden. Dazu wird die Sparkasse das Areal von der Stadt Gelnhausen beziehungsweise der Stadtentwicklungsgesellschaft erwerben und auch die Investitionen tätigen und als langfristig orientierter Eigentümer auftreten. Über die Höhe der Investitionen machten die Verantwortlichen gestern keine Angaben. Nach GNZ-Informationen sollen sich die geplanten Abrisskosten auf einen knapp siebenstelligen Betrag belaufen. Die Kosten für den Neubau dürften mindestens mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag zu Buche schlagen. Zum Vergleich: Jan Dieter Leuze, der in der bestehenden Joh-Immobilie bekanntlich das „Barbarossa City Outlet“ realisieren wollte, hatte die Projektkosten dafür stets mit rund 20 bis 30 Millionen Euro beziffert.

Der Main-Kinzig-Kreis, der mit Teilen seiner Verwaltung im Stadtgebiet von Gelnhausen auf mehreren Liegenschaften verteilt ist, soll im neuen Gebäude Ankermieter werden. Dazu erklärt der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Gelnhausen, Horst Wanik: „Das Projekt passt hervorragend in die Neuausrichtung unserer Geschäftsstrategie, selbst in Immobilien zu investieren. Zudem werden wir auch unserem strukturpolitischen Auftrag gerecht, den wir als Sparkassen haben, und übernehmen in einer wichtigen Frage der Stadtentwicklung Verantwortung.“

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 15. Mai.

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