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„Hier wächst kein Pilz mehr“

Illegal angelegte Mountainbikestrecken im Wald: Bea Furrer-Heeg stellt Pilzberatung ein

09 Jul 2020 / 14:35 Uhr
Gelnhausen-Meerholz (re/pfz). Der Wald oberhalb des Schiesshaus-Parkplatzes in Meerholz war für Bea Furrer-Heer stets ein schönes Refugium. Dort ging sie jahrelang ihrem Hobby nach: Pilzberatung für interessierte Naturliebhaber. Doch damit ist jetzt Schluss, erklärt Furrer-Heeg der GNZ. Grund dafür sind wild angelegte Mountainbikestrecken im Wald. Auch Bürgermeister Daniel Glöckner sagt: „Besonders in Corona-Zeiten sind Radtrails wie Pilze aus dem Boden geschossen.“ Forstwirte seien dort bereits mit dem Abbau der illegal angelegten Strecken ativ geworden, so der Rathauschef.

„Eigentlich wäre jetzt die Zeit gekommen, um mit Naturfreunden durch den Wald zu gehen und nachzuschauen, was da für Sommerpilze wachsen“, sagt Bea Furrer-Heeg: „Und man würde nach dem vielen Regen fündig werden.“ Zwar gehöre der Wald am Meerholzer Heiligenkopf nicht zu den ausgewiesenen Pilzgebieten im Kinzigtal. Aber man könne dort alles finden, was das Herz begehrt: Steinpilze, Maronenröhrlinge, Täublinge, Waldchampignons, Rotkappen, Parasole, Birkenpilze – und auch die eine oder andere Rarität. Das sei auch stets ihr Antrieb gewesen, das Pilzwissen in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen, um interessierten Menschen die besten Plätze zwischen dem Botanischen Garten und dem Waldfriedhof zu zeigen und hin und wieder einen Vortrag darüber zu halten. „Ein dankbares Hobby, weil man damit vielen Menschen Freude machen kann, aber auch einem das Leben retten kann, weil hier neben den essbaren Pilzen auch der eine oder andere Giftpilz wächst und es wichtig ist, Menschen sagen zu können, welche Pilze gefahrlos gesammelt werden dürfen und welche stehen bleiben sollen. Doch damit ist jetzt Schluss.“

Mehr dazu in der GNZ vom 10. Juli.

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