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Hungern für die Familie

Schnitzer Stephen Kamau aus dem Jobhilfe-Projekt des Vereins
„Wir helfen in Afrika“ versorgt seine krebskranke Frau und fünf Kinder

13 Aug 2020 / 17:33 Uhr
Gelnhausen (re). Die bunten Vögel aus dem Holz des wundervollen Jacaranda-Baums zaubern jedem Betrachter ein Lächeln auf die Lippen. In den vergangenen zehn Jahren flogen Tausende von ihnen in unzähligen Größen, Formen und Farben als Mitbringsel von Kenia nach Gelnhausen, um ihren Zauber auch im Main-Kinzig-Kreis zu verbreiten. Ihr Schöpfer, Kunsthandwerker Stephen Kamau, aber lächelt nicht. Seine Frau Tabitha hat Krebs. Corona hat Stephen Kamau all seiner Einkünfte beraubt. Keine Touristen bedeutet keine verkauften Vögel. Und ohne Geld keine Behandlung für Tabitha Kamau.

„Wir kennen Tabitha und Stephen seit nunmehr 15 Jahren“, erzählt Helmut Günther, Vorsitzender des Gelnhäuser Vereins „Wir helfen in Afrika“. Stephen Kamau ist Teil des Projekts „Jobbeschaffung“. Der Höchster Verein kauft regelmäßig Kunsthandwerk bei lokalen Schnitzern, um ihnen zu einem geregelten Einkommen zu verhelfen. Unter den Vereinsmitgliedern sowie an Ständen und Basaren verkauft sie der Verein dann hier in Deutschland. „Stephen bekommt für seine Arbeit von uns keine Almosen. Er ist ein wahrer Meister seines Fachs und seine kunstvollen Vögel sind jeden Cent wert.“ Für sich, Tabitha und die inzwischen fünf Kinder zwischen einem und 18 Jahren hat er eine zukunftsträchtige Existenz aufbauen können.

Mehr dazu in der GNZ vom 14. August.

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