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„Ich hab‘ einfach Glück“

Wilhelm „Willi“ Kurz wird heute 95 Jahre alt

06 Jun 2019 / 08:15 Uhr
Gelnhausen (mln). Wenn man weiß, wie tief er mit der Barbarossastadt verwurzelt ist, meint man nicht, dass er kein gebürtiger Gelnhäuser ist. Auch sein Alter sieht man dem „König von Gelnhausen“ nicht an: Wilhelm „Willi“ Kurz, langjähriger Ortsvorsteher und Gelnhäuser Urgestein, wird heute 95 Jahre alt.

Willi Kurz wurde am 6. Juni 1924 im mittelhessischen Lauterbach geboren. „Mit siebzehneinhalb bin ich Soldat geworden und kam bei Kriegsende als 20-jähriger Leutnant nach Hause“, erinnert er sich. Danach begann er, auf dem Hauptzollamt in Fulda zu arbeiten. „Von dort bin ich am 1. Oktober 1950 hierher versetzt worden“, berichtet Kurz. Das war vor fast 69 Jahren. Das Zollamt am Bahnhof in Gelnhausen sei damals noch ein großer Betrieb gewesen.

„Ich habe das Kommissariat geführt. Durch Blickkontakte habe ich dann meine Frau kennengelernt“, erinnert sich der 95-Jährige. Doch der jungen Liebe zu seiner Frau Waltraud, geborene Lang, stand etwas im Wege, wie er sich noch gut erinnert. „Mein Schwiegervater meinte damals: ‚Junger Mann, wenn Sie Beamter bleiben wollen, wird das nichts mit uns.‘“ Deshalb quittierte Willi Kurz 1953 den Dienst – „ich war ja Beamter auf Lebenszeit“ – und begann im Speditionsgeschäft Merz & Lang zu arbeiten. Doch das erwies sich zu Beginn als schwierig: „Ich hatte ja keinen Führerschein“, erzählt Kurz. An die harte Arbeit erinnert er sich noch genau. „Wir mussten Mehl ausfahren. Dann haben wir die 100 Kilo schweren Säcke auf den Rücken genommen und getragen. Ich war ja ein Hampel, ich war ja dürr“, berichtet er weiter.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 6. Juni.

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