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Integrationshelfer in Not:
Stadt setzt „Brückenbauer“ vor die Tür

Verein zeigt sich enttäuscht: „Wir haben keine Alternative aufgezeigt bekommen, nicht einmal ein Gesprächsangebot hat Bürgermeister Glöckner gemacht.“

23 nov 2021 / 17:04 Uhr
Gelnhausen (mb). Sie setzen sich seit der großen Flüchtlingswelle im Jahr 2015 dafür ein, dass geflüchtete Menschen in der Barbarossastadt nicht nur ankommen, sondern auch integriert werden und eine Heimat finden. Ihr eigenes Zuhause mussten die „Brückenbauer.Gelnhausen“ nun aber zwangsweise aufgeben: Die Stadt Gelnhausen hat eine Nutzungsvereinbarung mit dem Verein für seine Räume „Am Schandelbach 5“ aufgelöst und die Integrationshelfer damit vor die Tür gesetzt.

Das erklärte Ziel des Vereins ist es, Brücken zwischen Menschen verschiedener Kulturen und Herkunft zu bauen. Das Projekt wurde 2015 als „Sonntagstreff“ im Jugendzentrum gestartet, bei dem gemeinsam mit Geflüchteten gekocht wurde. Heute kümmert sich der Verein um eine breite Vielfalt an Unterstützung: Hausaufgabenhilfe, Gartenprojekte, kulturelle Ausflüge, Begleitung bei Behördengängen, bei Gesprächen in der Schule oder bei Ärzten. Kurzum: Die Brückenbauer übernehmen in Gelnhausen einen wichtigen und wertvollen Beitrag in der Integration von Menschen. Auch vor diesem Hintergrund fühlen sie sich nun von der Stadt ungerecht behandelt und im Stich gelassen, ihre ehrenamtliche Arbeit nicht genug wertgeschätzt.

Am 15. November flatterte den Brückenbauern ein Brief der Stadt Gelnhausen ins Haus. Darin wird ihnen die Auflösung einer Nutzungsvereinbarung für die Kellerräume der Flüchtlingsunterkunft „Am Schandelbach“ mitgeteilt, in denen der Verein seit 2018 seine Gruppenangebote unterbreitet.

Den kompletten Artikel lesen Sie morgen exklusiv in der GNZ am Mittwoch, 24. November

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