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Joh: Abriss im zweiten Halbjahr 2021 geplant

Sparkassen-Chef Wanik über den weiteren Zeitplan

23 Nov 2020 / 16:19 Uhr
Main-Kinzig-Kreis. Spätestens seit sich die Pläne für das „Barbarossa City Outlet“ endgültig zerschlagen haben, hat in der Barbarossastadt vielerorts Zynismus Einzug gehalten: Das Kaufhaus Joh, so unken die Gelnhäuser vor allem in sozialen Netzwerken, sei so etwas wie der Berliner Flughafen BER: lange geplant, doch nie fertiggestellt. Inzwischen passt der Vergleich nicht mehr. Der BER hat tatsächlich seinen Betrieb aufgenommen, in Gelnhausen aber steht der Joh noch immer leer. Inzwischen seit über sieben Jahren. Und bis sich daran etwas ändern könnte, dürfte noch viel Wasser die Kinzig hinunterfließen. Zwar hat sich inzwischen bekanntlich die Kreissparkasse Gelnhausen dem ehemaligen Kaufhaus angenommen. Das Projekt wird aber erneut verzögert, weil der Bebauungsplan für das Areal geändert werden muss. Im Gespräch mit GNZ-Redakteur David Noll erklärt Sparkassen-Chef Horst Wanik, wo das Projekt aktuell steht, wann die Abriss- und Neubauarbeiten erfolgen könnten und welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf das Vorhaben hat.

GNZ: Herr Wanik, seit unserem letzten Interview zum Joh-Projekt ist rund ein halbes Jahr vergangen. Etwas ketzerisch könnte man sagen, die alte Hütte steht ja immer noch. Was ist seit April passiert?

Horst Wanik: Am 30. April haben das Architekturbüro, der Projektentwickler und unser Haus das im Rahmen einer Vorstudie entwickelte Konzept einer Bebauung des Joh-Areals den Mandatsträgern der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt und deren aufgetretenen Fragen beantwortet. Dabei standen natürlich Fragen zum Flächen-Mix im Allgemeinen und zur Flächenanzahl der Einzelhandelsflächen im Besonderen im Fokus. Am 3. Juni hat der Haupt- und Finanzausschuss auf Grundlage des Bebauungskonzeptes und des dargestellten Flächen-Mixes entschieden, der Kreissparkasse ein zeitlich befristetes notarielles Kaufangebot zu unterbreiten. Unmittelbar danach haben wir unser bestehendes Planungs- und Projektteam um Fachplaner für die Bereiche Brandschutz, Statik und technische Gebäudeausrüstung erweitert. Außerdem haben wir ein Büro zur Untersuchung des Baugrunds beauftragt und in diesem Zusammenhang erste Angebote von Abbruchunternehmen eingeholt. In wöchentlichen „Jour Fixes“ haben die Beteiligten die Planung weiter vorangetrieben und Ende September einen Planungsstand erreicht, der eine Kostenschätzung zulässt. Diese liegt zwischenzeitlich vor. Weitere Kostenoptimierungen werden derzeit identifiziert.

Das komplette Interview lesen Sie in der GNZ vom 24. November.

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