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„Maria 2.0“ setzt ein starkes Zeichen

Katholikinnen fordern Öffnung der Kirche für alle Ämter

13 Mai 2019 / 16:55 Uhr
Gelnhausen (jol). Deutlich weniger Christen haben am Sonntag das Hochamt in der Gelnhäuser Peterskirche besucht. Denn mit der Aktion „Maria 2.0“ setzen sich Katholikinnen mit ihren Unterstützern gemeinsam dafür ein, dass Frauen der Weg in alle christlichen Ämter inklusive des Priesteramtes geöffnet werden. Dafür wurde direkt vor der Tür demonstriert.

Mit den Worten „Ich hoffe, dass wir nachher gemeinsam Gottesdienst feiern“ betrat Kaplan André Lemmer am Sonntag die Peterskirche. Doch dieser fromme Wunsch sollte an diesem Tag nicht in Erfüllung gehen. Denn eine große Zahl von katholischen Frauen sowie männlichen Unterstützern und Vertretern der Ökumene vor Ort hatte sich entschlossen, sich am Kirchenstreik der Aktion „Maria 2.0“ zu beteiligen. Von Münster aus waren Frauen aufgerufen, für die Gleichberechtigung in der katholischen Kirche zu streiten.

„Viele Frauen haben der Kirche schon genau aus diesem Grund den Rücken zugewendet“, wies Astrid Fahrenbach darauf hin, dass dem weiblichen Geschlecht nicht nur hohe Ämter in der Kirche, sondern auch die Priesterweihe vorenthalten würden. Die Kirche und der christliche Glaube könnten nur eine Zukunft haben, wenn dort die Gleichberechtigung in allen Facetten Einzug halte. Dass es seit vielen Jahren Messdienerinnen und seit einigen Jahre Gemeindereferentinnen gebe, sei noch lange nicht genug. Es könne und müsse nur ein erster Schritt sein, den Frauen alle Ämter zu öffnen. Bei der Aktion vor dem Hochamt in Gelnhausen versuchten sie, die Gottesdienstbesucher für dieses Ziel zu gewinnen.

Mehr dazu lesen Sie am Dienstag, 14. Mai, in der GNZ.

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