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Mord aus Eifersucht

Opfer wollte Sylvia K. verlassen und zu seiner Ehefrau zurückkehren

14 Jul 2016 / 17:09 Uhr
Gelnhausen/Hanau. Adem A. war ihre große Liebe. Dass er sich von ihr trennen und zu seiner Ehefrau zurückkehren wollte, konnte Sylvia K. nicht akzeptieren. Sie erstach ihren Lebensgefährten im Schlafzimmer der gemeinsamen Wohnung in Roth und versuchte anschließend, sich das Leben zu nehmen. Am dritten Verhandlungstag im Gelnhäuser Mordprozess stellte sich heraus, dass das Tatmotiv offensichtlich nicht Mobbing am Arbeitsplatz war, wie von K. behauptet, sondern krankhafte Eifersucht. Die zweite Erkenntnis: Sylvia K. ist vermindert schuldfähig.

Sie habe Ärger auf der Arbeit gehabt, hatte Sylvia K. in der polizeilichen Vernehmung geschildert. Ihr seien Diebstähle unterstellt worden, die sie nicht begangen habe. Das Mobbing sei immer schlimmer, immer aggressiver geworden. Sie habe schließlich keinen Ausweg mehr gesehen und keine Lust mehr zum Leben gehabt. „Ich wollte nur mit Adem zusammen sein und mit ihm sterben“, hatte sie damals zu Protokoll gegeben. Das war nur ein vorgeschobenes Motiv, wie sich am Donnerstag anhand mehrerer Zeugenaussagen und vor dem Hintergrund des psychologischen Gutachtens herausstellte.

Mehr dazu in der GNZ am Freitag, 15. Juli

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