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Schnelle Hilfe in schwierigen Zeiten

Auch im Projektgebiet des Höchster Vereins „Wir helfen in Afrika“ grassiert das Coronavirus

06 Apr 2020 / 14:44 Uhr
Gelnhausen (re). Die Hilfsprojekte des Höchster Vereins „Wir helfen in Afrika“ in Kenia ruhen derzeit fast komplett. Die Corona-Pandemie hält auch das ostafrikanische Land fest im Griff. Schulen sind geschlossen, das öffentliche Leben ist nahezu zum Erliegen gekommen. Der Verein hat daher seine Arbeit kurzfristig umgestellt. Das Augenmerk liegt derzeit darauf, die Menschen mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen.

Zwar gibt es derzeit nur sehr wenige gemeldete Infektionen mit Sars-CoV-2. In Kenia werden aber auch kaum Menschen getestet, erklärt Peter Musomba, Vereinsmitglied und Projektkoordinator vor Ort im Kwale Distrikt südlich von Mombasa. Kwale ist eine von sechs der 47 kenianischen Distrikte, in denen bereits Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Dort liegen die Projektgebiete des Vereins: Mamba Village, Ukunda und Lunga Lunga. Vergangene Woche waren 126 Corona-Fälle im Land bekannt. „Die Gesundheitsexperten hier rechnen bis Ende der Woche mit 1000, Ende April schon mehr als 10 000 Fällen“, so Musomba. Daher hat die kenianische Regierung ähnlich strenge Ausgehbeschränkungen erlassen wie hierzulande: Die Schulen sind geschlossen, viele Geschäfte, Restaurants und Hotels dürfen nicht mehr öffnen. Die gesamte Küstenregion wirkt wie ausgestorben. Die Straßen sind leergefegt, Strände und Hotels verwaist.

Die kenianische Gesellschaft kennt keine Kurzarbeit, kein Arbeitslosengeld, keine Sozialversicherung. Es gilt ganz einfach: Wer nicht arbeitet, erhält keinen Lohn. Das gilt auch für die Lehrer an den vom Verein unterstützten Schulen. Für die beiden Grundschulen in Mamba Village hat sich der Vorstand dazu entschieden, die Gehälter der Lehrer weiter zu zahlen, so ist zumindest ihnen und ihren Familien vorübergehend geholfen.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 7. April

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