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Veritas AG baut 360 Stellen ab

Programm zur Ergebnisverbesserung soll Weg in die Zukunft ebnen

24 Apr 2019 / 20:04 Uhr
Gelnhausen (re). Das bereits Anfang des Jahres angekündigte umfassende Spar- und Restrukturierungsprogramm des Zulieferers Veritas AG wird jetzt konkret. Das anhaltend schwierige wirtschaftliche Umfeld der Automobilindustrie macht die Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen umso dringlicher. Ziel ist es, im Jahr 2019 konzernweit eine Ergebnisverbesserung in zweistelliger Millionenhöhe zu realisieren. Die personellen Maßnahmen sind jetzt für den Hauptsitz in Gelnhausen beschlossen und eingeleitet. Bis zum Ende des Jahres werden rund 360 der 1 753 Arbeitsplätze in Gelnhausen abgebaut, 70 davon in den Zentralbereichen und 290 im Werksbereich. Das teilt die Veritas AG mit.

Betroffen sind vor allem Leiharbeitskräfte, befristet und interimistisch Beschäftigte. Von 150 Mitarbeitern im Werksbereich sowie von 30 Mitarbeitern im Zentralbereich hat sich Veritas bereits getrennt. Für die übrigen Beschäftigten werden möglichst sozialverträgliche Lösungen erarbeitet. Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite sind dazu in intensiven Verhandlungen. „Teil dieser Personalmaßnahme ist auch die Versetzung einzelner Mitarbeiter in direkte Bereiche. In Fällen, in denen dies nicht möglich oder nicht zielführend ist, streben wir einzelvertragliche Regelungen an“, bekräftigt der Vorstandsvorsitzende Hans-Jürgen Titz das Bestreben, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden.

Mitte März hat das Unternehmen bei den Sozialpartnern einen Antrag gestellt, an jedem deutschen Standort der Poppe-Veritas-Gruppe die Öffnungsklausel zur Verschiebung der Tariferhöhung um drei Monate anzuwenden. Dem hat der Betriebsrat unter bestimmten Bedingungen zugestimmt. „Die Bereitschaft der Mitarbeiter, einen Beitrag zur Verbesserung der finanziellen Lage zu leisten, ist ein wichtiges Signal für unsere Finanzgeber“, erläutert Titz.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 25. April.

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