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Veritas: Insolvenzverfahren offiziell beantragt

Gericht bestimmt Frankfurter Rechtsanwalt zum vorläufigen Insolvenzverwalter

30 Apr 2020 / 17:09 Uhr
Gelnhausen (dan). Die Veritas AG hat nun auch offiziell das geplante Insolvenzverfahren beantragt. Das zuständige Insolvenzgericht am Amtsgericht Hanau bestimmte am Donnerstag den Frankfurter Rechtsanwalt Dr. Jan Markus Plathner von der Kanzlei Brinkmann & Partner zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Die rund 1400 Veritas-Mitarbeiter am Stammsitz in Gelnhausen wurden am Nachmittag über diesen Schritt informiert. Betroffen sind sämtliche deutsche Gesellschaften unter dem Dach der Veritas AG.

Am Mittwoch hatte das traditionsreiche Unternehmen angekündigt, ein geordnetes Insolvenzverfahren anzustreben. Zuvor war der geplante Verkauf des Automobilzulieferers an den amerikanischen Investor AIAC gescheitert. Der Geschäftsbetrieb in den Werken soll bis auf Weiteres aufrechterhalten werden. Mit dem Insolvenzverfahren verbindet der Veritas-Vorstand die Hoffnung auf eine nachhaltige Sanierung und Neuausrichtung des Unternehmens. Auch die neue Suche nach einem möglichen Investor ist in dem Verfahren möglich.

Die Veritas kämpft schon seit etlicher Zeit mit massiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Im letzten im Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresbericht hatte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2018 ein Minus von fast 34,5 Millionen Euro angegeben.

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