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Waffenlager im Fischerweg: Beschuldigter ist kein Reichsbürger

Staatsanwaltschaft Hanau äußert sich nach Großeinsatz am Montag in Gelnhausen

06. Dezember 2022 / 19:55 Uhr
Gelnhausen (mb). Der Besitzer eines Waffenlagers in Gelnhausen ist nicht der so genannten Reichsbürger-Szene zuzurechnen. Dafür lägen nach bisherigen Erkenntnissen keine Anhaltspunkte vor, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hanau am Dienstag auf GNZ-Anfrage betonte.

Die Räumung des Waffenlagers am Montag hatte für reichlich Aufsehen gesorgt. Wie berichtet, hatte die Polizei seit dem Morgen im Gelnhäuser Fischerweg eine Wohnung auf richterliche Anordnung durchsucht. Dabei war in einem Gebäude unweit der Shell-Tankstelle ein „verdächtiger Gegenstand“ in einer Kiste aufgefallen, wie ein Polizeisprecher am Montag berichtete. Als diese geöffnet worden sei, habe es einen „lauten Knall“ gegeben. In der Folge waren seit 14 Uhr auch mehrere Feuerwehren und das Technische Hilfswerk im Einsatz. Deren Aufgabe war es, die Räume zu öffnen, die Waffen zu bergen und mögliche austretende Gift- und Gefahrenstoffe zu messen.

Die Staatsanwaltschaft Hanau teilte am Dienstag auf GNZ-Anfrage mit, dass bei der Behörde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz anhängig sei. Im Zuge dieses Verfahrens sei am Montag in Gelnhausen ein Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Gelnhausen vollstreckt worden. „Dabei erfolgten auch diverse Sicherstellungen von Waffen, deren Erlaubnisfreiheit nunmehr zu überprüfen ist“, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hanau mit. Darüber hinaus widersprach sie der in einzelnen Berichten kolportierten Vermutung, dass der Beschuldigte möglicherweise aus der so genannten Reichsbürger-Szene stamme. „Dafür liegen nach hiesigen Erkenntnissen keine Anhaltspunkte vor“, so die Sprecherin. Weitere Angaben über Art und Umfang der sichergestellten Gegenstände sowie mögliche Hintergründe zum Waffenlager im Fischerweg machte die Staatsanwaltschaft Hanau nicht.

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