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„Wir brauchen eine Öffnungsperspektive“

Unternehmer Wolfram Hoppe zur Situation des Einzelhandels in der Corona-Krise

22 Jan 2021 / 15:08 Uhr
Gelnhausen. Seit Mitte Dezember sind die meisten Geschäfte in Deutschland wieder geschlossen. Nicht wenige Unternehmer bangen um die Zukunft ihres Betriebs. Von der Corona-bedingten Schließung ist auch Wolfram Hoppe betroffen. Seit fast 40 Jahren führt er das gleichnamige Modehaus in der Gelnhäuser Innenstadt. Im Interview mit GNZ-Redakteur David Noll spricht Hoppe über die Folgen der Corona-Krise für sein Haus und den Einzelhandel, die trügerische Hoffnung auf den Online-Handel und erklärt, warum er eine Öffnung der Geschäfte unter strenger Einhaltung der Corona-Regeln fordert.

GNZ: Herr Hoppe, seit dem 16. Dezember ist Ihr Modehaus wieder geschlossen. Was bedeutet der Lockdown für Sie persönlich, aber auch für den innerstädtischen Einzelhandel generell?

Wolfram Hoppe: Wir erleben eine Krise, die wir so bisher nicht gekannt haben. Für den Non-Food-Einzelhandel ist die Situation deshalb schwierig, weil die Produkte, die wir verkaufen, bis zu sechs Monate im Voraus bestellt werden müssen. Das gilt im Besonderen für den textilen Einzelhandel. Die Textilien werden in Asien oder im außereuropäischen Ausland gefertigt. Die Frühjahr- und Sommerkollektion 2021 haben wir im Juli oder August bestellt. Damals hatten wir ein recht geringes Infektionsgeschehen. Trotzdem hat der textile Einzelhandel sehr vorsichtig eingekauft und die Bestellungen um etwa 15 bis 20 Prozent reduziert. Nun wartet die verbliebene bestellte Ware in großen Logistikhallen darauf, verteilt zu werden. Gleichzeitig liegt rund ein Drittel der aktuellen Herbst- und Winterkollektion in geschlossenen Läden und kann nicht verkauft werden.

Das komplette Interview lesen Sie am Samstag, 23. Januar, in der GNZ.

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