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„Wir können uns nicht wegducken“

Nächste Woche beginnt der Sommersalon: Interview mit Kristina Michaelis

14 Jun 2019 / 07:46 Uhr
Gelnhausen. Heute in einer Woche beginnt in Gelnhausen der sechste Sommersalon rund um die Weiße Villa. In diesem Jahr steht die Veranstaltungsreihe, passend zu den anhaltenden Debatten rund um den Klimaschutz, unter dem Motto „Ich war‘s nicht – wozu Verantwortung?“. Im Interview mit GNZ-Redakteur David Noll spricht Organisatorin Kristina Michaelis über Denkanstöße, die der Sommersalon geben will, den Klimawandel und darüber, wie es den Verantwortlichen immer wieder gelingt, echte Stars in die Weiße Villa zu locken.

GNZ: Ausgerechnet in einem Jahr, in dem überall über Umweltschutz und den Klimawandel diskutiert wird, stellen Sie den Sommersalon unter das Motto „Ich war’s nicht – wozu Verantwortung?“. Das klingt fast nach Egoismus und Defätismus. Warum brauchen wir also ausgerechnet heute einen Sommersalon, der der eigenen Verantwortung nachgeht?

Michaelis: Na, dann hoffe ich mal, dass nicht alle das Motto so wörtlich nehmen. Es war als Provokation gedacht. Und als solche soll es auf unsere Neigung hinweisen, angesichts der Bedrohungen, die uns umgeben, den Kopf in den Sand zu stecken und sich vor der eigenen Verantwortung zu drücken. Das ist oft kein Zeichen von Gleichgültigkeit, sondern von Überforderung, weil viele Themen zu kompliziert geworden sind, um sie sich zu erschließen – ob das nun die Auswirkungen der künstlichen Intelligenz sind oder die Frage, wie wir uns ökologisch vorbildlich verhalten können. Wir wollen in zehn Tagen Sommersalon versuchen, Türen in bestimmte Themenbereiche zu öffnen und Ansatzpunkte zu finden, wie man sich verantwortlich dazu verhält. Das soll nicht bedeuten, dass wir alles besser wissen. Im Gegenteil, ich habe auch manchmal Zitronen vor den Augen – wie der Mann auf unserem Sommersalon-Plakat.

Das komplette Interview zum Sommersalon lesen Sie in der GNZ vom 14. Juni.

Das Programm zum Sommersalon 2019:

Freitag, 21. Juni:

Eröffnungsabend mit der „Verantwort-Bar“ rund um die Weiße Villa ab 21 Uhr, Eintritt 7 Euro, Eingang Herzbachweg 2

Samstag, 22. Juni:

Live-Konzert mit Alin Coen, 20 Uhr, Großer Salon Weiße Villa (ausverkauft)

Sonntag, 23. Juni:
Hof-Küche mit Jürgen Bock, 17 Uhr, 80 Euro (inklusive Getränke), Hof „living room“, Kuhgasse 9-15

Montag, 24. Juni:

Vortrag Anja Bodenschatz, TU München: Kann man Ethik programmieren? 20 Uhr, Eintritt 10 Euro, Großer Salon Weiße Villa

Dienstag, 25. Juni:

Filmvorführung „Die grüne Lüge“ (Werner Boote, 2018), 20.15 Uhr, Eintritt 7 Euro, Kino Pali, Herzbachweg 1

Mittwoch, 26. Juni:

Vortrag Margret Rasfeld, Berlin: Verantwortung als Erziehungsauftrag? 20 Uhr, Eintritt 10 Euro, Großer Salon Weiße Villa

Donnerstag, 27. Juni:

Satireabend mit den extra3-Stars Dennis Kaupp und Jesko Friedrich, 20 Uhr, Eintritt 15 Euro, Großer Salon Weiße Villa

Sonntag, 30. Juni:

Mit dem Ferdinand-Quartett in die Zeit der Französischen Revolution, Abschlusskonzert, 18 Uhr, Eintritt 20 Euro, Großer Salon Weiße Villa

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