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Die Erfahrung zeigt: Ursachenfindung wohl unmöglich

Gründauer Trinkwasser: Ernüchternde Antworten auf Fragenkatalog der Fraktionen von SPD und FWG

21. Januar 2022 / 16:19 Uhr
Gründau (pfz). Die Gründauer Gemeindeverwaltung hatte von SPD und FWG einen ausführlichen Fragenkatalog zu den Keimen im Trinkwasser vorgelegt bekommen und diesen nun beantwortet. Der Bauausschuss hat sich am Donnerstagabend mit den in dem Papier enthaltenen Erkenntnissen beschäftigt. Besonders eine Antwort macht wenig Hoffnung darauf, dass die Quelle der Kontamination gefunden wird.

Das Trinkwasser in den fünf betroffenen Ortsteilen ist weiterhin, seit der Wiederaufnahme der Chlorung kurz vor Weihnachten, frei von Pseudomonaden. Dies berichtete Holger Führes von der Bauverwaltung. Wo die Keime ins Trinkwasser gelangen, ist weiter unklar – und das wird vermutlich auch so bleiben. „Die Pseudomonaden sind im gesamten Netz verteilt. Bei einer in dieser Art befallenen Trinkwasseranlage ist es nach Rücksprache mit Experten sowie in Bezug auf Fachliteratur und aus weiteren Quellen heraus nie möglich gewesen, eine genaue Kontaminationsquelle nachträglich ausfindig zu machen“, so die Antwort auf die entsprechende Frage im Katalog von SPD und FWG.

Laut Expertenmeinung sind es zumeist kontaminierte Netz-Bauteile sowie nicht ausreichend desinfizierte Neubautrassen, die für eine Verkeimung sorgen. Da die Gemeinde jeweils nach dem Auftauchen der Pseudomonaden auf Anordnung des Gesundheitsamtes zügig mit der Chlorung beginnen musste, konnte keine eingehende Ursachenforschung betrieben werden, informiert die Verwaltung.

Den beantworteten Fragenkatalog findet man auf der Internetseite der Gemeinde Gründau unter folgendem Link: https://www.gruendau.info/seite/de/gemeinde/2655/-/Erneute_Chlorung_des_Trinkwassers_in_fuenf_Ortsteilen_ab_dem_20122021.html

Mehr in der GNZ vom 22. Januar.

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