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Die Erinnerung an das Feuer bleibt

Am 16. April 2019 brannte das frisch sanierte Heim der Sonnenscheins in Lieblos komplett aus. Jetzt ist die Familie in ihren Neubau eingezogen – und sehr dankbar.

05 Mai 2020 / 16:21 Uhr
Gründau-Lieblos (jol). „Langsam kehrt bei uns wieder Normalität ein“, berichten Andrea und Andreas Sonnenschein nach einem sehr arbeitsreichen und emotionalen Jahr. Am 16. April 2019 war das frisch sanierte Haus komplett ausgebrannt und dadurch unbewohnbar geworden. Die Familie ist, gemeinsam mit den weiteren fünf geschädigten Familien, sehr dankbar für die Hilfe und die Unterstützung. „Sorgt bitte alle dafür, dass die wichtigsten Dokumente in Sicherheit sind“, lautet der Appel der Familie an alle Bürger.

„Zuerst wollen wir uns für die riesige Unterstützung bedanken. Es ist unglaublich, wie viele Menschen uns zur Seite gestanden haben“, sagt Andreas Sonnenschein. Den meisten sei das durch den Großbrand entstandene Leid der sechs betroffenen Familien nicht gleichgültig gewesen. Es habe in sehr unsicheren Zeiten ein Gefühl der Sicherheit und des Vertrauens gegeben. „Wir haben die Spendengelder unter uns aufgeteilt“, ergänzt Sonnenschein. „Da wir unseren Anteil selbst nicht gebraucht haben, haben wir diesen an die Feuerwehr Lieblos gespendet.“ Diese habe gemeinsam mit den anderen Gründauer Wehren und den Kollegen aus Gelnhausen beim Brand sehr gute Arbeit geleistet. „Es war die richtige Entscheidung, das Übergreifen auf weitere Gebäude zu verhindern.“ Denn es war schnell klar, dass das Haus der Sonnenscheins unbewohnbar werden würde. Durch die große Hitze hatte sich die Statik derart verändert, dass das Gebäude einsturzgefährdet war.

Bevor die Familie Sonnenschein über das vergangene Jahr spricht, ist es Andrea Sonnenschein ein Anliegen, allen Menschen der Region einen wichtigen Rat mitzugeben: „Es sind sehr viele wichtige Dokumente verbrannt, und es hat viel Arbeit gekostet, diese wiederzubekommen“, mahnt sie, sich für einen Notfall besser zu wappnen. „Wir haben mittlerweile ein Bankschließfach dafür.“ Zudem sollte man auch Rechnungen gut verwahren. „Wir hatten Glück, dass wir viel online eingekauft haben.“ Doch es sei bei Weitem nicht alles gewesen. „Es hat mehrere Wochen gedauert, eine Liste mit dem verbrannten Besitz zu erstellen“, ergänzt Andreas Sonnenschein. Auch ein feuersicherer Safe habe nicht geholfen, wichtige Unterlagen zu retten. Wichtige Daten sichert er mittlerweile verschlüsselt in einer Cloud, denn Sicherungsfestplatten wurden ebenfalls ein Raub der Flammen. „Keiner glaubt, dass die eigene Wohnung einmal in Brand gerät, aber es ist wichtig, sich darauf vorzubereiten“, mahnt Andrea Sonnenschein.

Mehr dazu lesen Sie am Mittwoch, 6. Mai, in der GNZ.

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