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Die fetten Jahre sind vorbei

Gründauer „Sparhaushalt“ weist Defizit von 2,3 Millionen Euro aus / Bei der Gewerbesteuer stehen 5 Millionen Euro Minus zu Buche / Rücklagen sorgen aber für stabile Situation / Keine Steuerehrhöhungen

15 Jun 2021 / 16:17 Uhr
Gründau (pfz). Gleich zu Beginn seiner Haushaltsrede am Montagabend im Gemeindeparlament machte Gerald Helfrich mehrfach deutlich, dass künftig der Gürtel in Gründau deutlich enger geschnallt werden muss: „Die finanziellen Uhren drehen sich jetzt in eine andere Richtung“, sagte der Bürgermeister. Er nannte den Etat für das laufende Jahr 2021 einen „Sparhaushalt“. Und Helfrich (parteilos) machte deutlich, dass „magere Jahre vor uns liegen“. Die müssten nun bestmöglich überbrückt werden. In Zahlen heißt das: Das geplante Jahresergebnis für 2021 weist ein Defizit von 2,3 Millionen Euro aus. Und das hätte noch höher ausfallen können. An der Steuerschraube soll trotzdem nicht gedreht werden. Bei der Gewerbesteuer gibt es eine traurige Premiere.

Die Finanzverwaltung hatte den Haushaltsplan eigentlich schon im Oktober vergangenen Jahres erarbeitet – dann kam die Nachricht des gewaltigen Gewerbesteuereinbruchs in zweistelliger Millionenhöhe (die GNZ berichtete mehrfach), der die Gemeinde auch noch in den kommenden Jahren beschäftigen wird. Der Etat musste komplett überarbeitet und angepasst werden. Und dann ist da noch die Corona-Krise, die sich finanziell negativ auf die Gemeindekasse auswirkt. Das Minus von 2,3 Millionen Euro hätte noch deutlich heftiger ausfallen können, wenn die Gemeinde nicht ganze 4 Millionen Euro aus Grundstücksverkäufen erwarten würde.

Das Gerald Helfrich dennoch von einer „stabilen Finanzlage“ sprechen konnte, liegt an den hohen Rücklagen der Gemeinde – aber auch die schwinden.

Mehr dazu in der GNZ vom 16. Juni.

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