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Ein Leben in Erschöpfung

Anna Lauer aus Mittel-Gründau musste viele gesundheitliche Schicksalsschläge hinnehmen. Dann kam Corona. Jetzt ist sie voll erwerbsgemindert – mit 23 Jahren.

25. Januar 2022 / 15:04 Uhr
Gründau-Mittel-Gründau. Anna Lauer zieht sich die grüne OP-Maske über Mund und Nase. Dann geht sie ein paar Schritte in ihr Zimmer am Ende des Flures in der kleinen Mietwohnung in Mittel-Gründau, wo sie mit ihrer Mutter und ihrem Bruder lebt. Es sind nur wenige Meter, die die junge Frau am Stück laufen kann. Dann überkommt sie die Erschöpfung, erzählt sie. Seit ihrem zwölften Lebensjahr musste Anna Lauer gesundheitliche Schicksalsschläge hinnehmen. 2020 infizierte sich ihre Mutter mit dem Coronavirus, wenig später auch die Tochter. Anna Lauer ist jetzt pflegebedürftig und voll erwerbsgemindert. Mit 23 in Rente.

Auf wenigen Quadratmetern verbringt Anna Lauer ihre Tage. Rausgehen ist kaum möglich. Das Treppensteigen. Wenn sie aus dem Fenster in ihrem Zimmer schaut, kann sie sehen, wie das Leben an ihr vorbei zieht, sagt sie. Das ist aber nicht erst seit Corona so. Mit zwölf Jahren, so erinnert sie sich, plagten sie erstmals unerklärliche Schmerzen: „Meine Eltern waren verzweifelt, weil sie teilweise sogar dachten, ich simuliere und hätte keine Lust auf Schule“. Ärzte hätten ihr immer nur verschiedene Schmerzmittel verschrieben. Es sei eine ellenlange Odyssee gewesen, bis ein Kinderarzt ihre Probleme endlich ernst genommen habe, im Clementine Kinderhospital in Frankfurt. Die Diagnose: juvenile idiopathische Arthritis. Rheuma mit 14 Jahren.

Mehr dazu in der GNZ vom 26. Januar

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